18. September 2014

Campione Tag 4: Aus der Traum...

Wie ihr der Überschrift bereits entnehmen könnt, wurde es am Ende leider doch nichts mit dem großen Triumph.
Aber der Reihe nach: Zunächst gingen alle verbliebenen 58 Spieler hochmotiviert in Tag 3, jeder hatte fest die Geldränge ab Platz 50 im Blick.
Ich hatte erneut einen sehr soften Tisch ohne wirklich gute Spieler. Aufgrund der bevorstehenden Bubble verlief die Action sehr schleppend. Ich konnte einige Pötte stealen, interessante Postflopspots gab es aber so gut wie nie.
Als wir auf exakt 51 Spieler runtergespielt hatten und uns bereits einige Hände im Hand-for-Hand Modus befanden, hielt ich 97o am Cut-Off. Hinter mir saßen 2 Nits und der Big Blind war sehr short und spielte effektiv 7 Big Blinds. Ich war mir nicht ganz sicher ob es ein guter Spot zum stealen wäre, da der Big Blind mich schon relativ häufig reshippen würde und ich dann vermutlich nach meinem 2 Big Blinds Openraise so ziemlich immer callen müsste. Ich versuchte mein Glück, die zwei Nits hinter mir foldeten auch ziemlich schnell und nun ging der Big Blind in den Tank... "Scheisse, natürlich mal wieder gegen den stärkeren Teil seiner Range gestealed..." schoss mir gleich durch den Kopf. Er überlegte noch etwas und schaute sich um ob an den anderen Tischen einer zu busten drohte und openfoldete dann ATs.
Sick! - freudig erregt feierte ich mich innerlich selbst, wie krass heftig mein Steal in diesem Spot war, wenn er sogar ATs foldet, was definitiv immer ein Reship sein sollte. BÄÄM!
Bzgl. dieses Steals schwankte ich zwischen "völlig geisteskrank scheisse" und "extra terrestical world class level". Nach kurzer Handanalyse mit Turnierspieler 'Gwonkel' wurde mir attestiert: "eher extra terrestical world class level"! JEIL!

Kurz darauf waren die Geldränge erreicht und ich dümpelte mit meinem Stack so bei 20-25bb rum. Also nicht viel Spielraum, aber auch noch nicht wirklich in der Push-or-Fold Phase. Nach einiger Zeit wurde ich dann an einen anderen Tisch gemoved, der ebenfalls wieder easy zu spielen war. So langsam blindete ich nach und nach runter bis ich dann mit 16bb ATo in MP1 fand. Mein Gameplan ist definitiv mich an solch nittigen Tischen möglichst nicht auf unter 10bb blinden zu lassen und die Foldequity mit ein paar BB mehr bestmöglich auszunutzen.
All-in! Alle folden bis zum Big Blind der mich covered und snapcalled. Zu meiner Ernüchterung drehte er die Aale um und da war ich nun mit 9% Equity unterwegs...
Machen wir es kurz: Board blanked total und ich muss auf Platz 43 mit einem Mincash von 990€ die Segel streichen.
Schade, aber machste nix!

Danach spielte ich noch ein paar Stündchen Cashgame bis wir dann um 22h unsere Tour für beendet erklärten und den Heimweg antraten.

Overall beendete ich den Trip trotz des Mincashes im Turnier mit einem Minus von 709€.

Fazit:

Insgesamt gesehen definitiv eine extrem softe Turnierserie. Das Turnier war wirklich supersoft und extrem angenehm zu spielen. Die Cashgames waren zu Beginn auch auf NL1k sehr soft, gespickt mit vielen Braindeads. Wie es nun mal so ist wurden die Gehirnamputierten aber nach und nach gelöscht und die leeren Plätze füllten sich ziemlich schnell mit soliden Nits. Dementsprechend war dann im späteren Verlauf nicht mehr ganz so viel zu holen. Dennoch waren auch in den Cashgames so gut wie keine richtig guten Spieler zu finden.
Alles in allem verglichen mit den EPT-Stops definitiv eine sehr lukrative und lohnenswerte Turnierserie.
Mit meinem eigenen Spiel war ich im Livepokerbereich zum ersten Mal seit etlicher Zeit mehr als hoch zufrieden. Im Vergleich zum letzten Livegrind bei der EPT in Wien, war das insgesamt eine deutlich stärkere Performance von mir. Well done!

22. August 2014

Campione Tag 3: Italian Poker Open Tag 2: HERE WE GO!

Nicht wirklich ausgeschlafen fanden wir uns um 14h wieder im Casino ein und nach wenigen Minuten ging Tag 2 der Italian Poker Open auch schon los!
Anfangs ging bei mir wieder nicht besonders viel, bis ich dann nach einiger Zeit runterblinden AJo gegen 2 etwas unsolidere Spieler gesqueezejammed habe. Der eine called mit 33 und der andere hielt 99. Nach einem gediegenen Ace-high Flop brannte auch nichts weiter an, so dass ich meinen Stack in dieser Hand gut ausbauen konnte.
Mit meinem nun deutlich besser spielbaren Stack machte ich auch gleich etwas mehr Druck. Openraise am Cutoff mit 97o, alle folden und nur der Big Blind defended. Ich bin also nun Heads Up gegen den einzig annähernd guten Spieler an meinem Tisch.
Der Flop kommt K87 mit zwei Diamonds runter. Ich entschließe mich mein Bottompair behind zu checken. Der Turn ist eine 2 und der junge Regular bettet mit 75% ziemlich groß. Ich entschließe mich zu callen und den River neu zu evaluieren. Am River bricked der Flushdraw und es kommt eine T. Nun snapbettet der Regular wieder sehr groß und wirft seine Chips total ballerlike hyperaggro in die Mitte. Ich überlege mir nun ob ich ihn bluffcatchen sollte oder nicht. Normalerweise würde ich frequencywise wohl erst meine 8x-Hände aufwärts callen, aber sein gesamtes Acting veranlasste mich hier zu einem exploitive Call mit meiner 7. Der Flushdraw busted und er kann durchaus gegen meine perceived weak Flop checkback Range auch mal durchaus totale Scheisse zwei Mal ballern. Sollte er mit der T improved haben, was durch einige reasonable Straightdraws wie JT oder T9 möglich wäre, wird er den River niemals so groß betten, ein Pair of Tens scheidet as played also komplett aus. Somit bin ich halt nur beat von einigen Kx+, wobei man sagen muss, dass er KQ und AK preflop immer 3betten wird.
Er gab mir auch kurz nach dem Call gleich zu verstehen "You are good!" und zeigte 34 in Herz für einen totalen Airball. Nai Hän!
Spätestens jetzt wussten alle Beteiligten am Tisch: "Der Idiot mit der Irokesenfrisur ist zu allem fähig!" Gut so, ihr Wichser!
Danach ereigneten sich noch zwei weitere spannende Hände: Ein schwächerer Spieler öffnet in UTG, ein alter loose-aggressiver Opa rechts von mir (JA richtig gelesen, sowas gibts wirklich!!!) 3bettet den UTG-Raiser und ich sehe unter meinen Karten zwei wunderschön elegant geformte AAle! Ich entschloss mich klein zu cold4betten um möglichst beide in der Hand zu halten.
Der UTG-Raiser snapcalled meine 4bet und der LAG-Opa geht direkt all-in. Ich faketanke nun ein bisschen und stöhne seufzend vor mich hin wie Gina Wild in Teil III als ihr alle 3 Löcher synchron gestopft werden. Letztendlich kann ich mich dann doch zu einem Cryingcall hinreißen lassen und der UTG-Raiser folded leider. Der LAG-Opa dreht KK um, pickt am Turn sogar noch einen Flushdraw aber es hält und ich double up! Nai Hän!
Wenig später die nächste interessante Hand: Ich sitze im Big Blind und habe einen Stack von effektiv 70 Big Blinds. Ein schlechter Spieler dachte sich just in diesem Moment es wäre extrem gut den Button für 30bb effektiv zu openshoven. Ich gucke meine Karten an und entdecke AQo. Nach kurzer Bedenkzeit muss ich das einfach immer callen, da er sicher seine absolute Toprange wie QQ-AA und AK wohl so gut wie nie direkt reinstellt und gegen den Rest lauf ich dann doch schon ziemlich gut.
Ich calle und er zeigt Texasdolly mit T2o. Flop Ace-high schade an ihn: Seat Open! Verpiss dich du Dreckschwein, wie scheisse bist du eigentlich?

Kurz darauf kam der Floorman und bat mich ihm an den TV-Table zu folgen. Im ersten Moment war ich nicht gerade so glücklich darüber, da die TV-Tables meistens mit den besten/bekanntesten Spielern des Turniers besetzt sind und dementsprechend wohl nicht gerade soft sind. Dieser TV Table hier war aber zum Glück trotzdem sehr gut spielbar. Nach wenigen Händen hielt am Button erneut die AAle und eine richtig scharfe Braut in MP3 annoncierte All-in. Ohohoh das war doch Musik in meinen Ohren... Ich tankte wieder kurz und callte dann ihr all-in. Die Blinds foldeten leider und sie dreht K9o um. Leider musste ich sie enttäuschen und rieb ihr zwei stinkende AAle unter die Nase. Am Turn machte ich sogar noch ein Fullhouse und sie musste ihren Seat am TV-Tisch räumen.

Der TV Tisch wurde nach kurzer Zeit wieder aufgelöst und so grindete ich die letzten Stunden des Turniertages an einem sehr soften Tisch weiter.
Trotz ziemlich vieler guter Starthände wie QQ und KK baute ich meinten Stack zum Ende hin etwas ab. Peak an diesem Tag waren ca. 520.000 Chips und am Ende des Tages tütete ich 342.000 Chips ein was ziemlich genau Average war.
Am Ende von Tag 2 waren noch 58 Spieler im Turnier und die Top 50 sollten ins Geld kommen.
Insgesamt also gar keine so schlechte Ausgangsposition für Tag 3.

Stay tuned!

12. August 2014

Campione Tag 2: Es läuft...

... aber leider nur brühwarm an meinem rechten Bein herunter! Ganz entspannt nahm ich zusammen mit 'Konti' direkt um 14h den ersten 5/10€-Tisch des Tages in Angriff. War der Tisch zu Beginn noch ein absoluter Traum, trocknete er nach und nach mit zunehmenden Bust-Outs der Fische aus.

'DaSmee' war bereits im Turnier (Tag 1B der Italian Poker Open (kurz IPO) mit Buy-In von 550€) zu finden und während 'Basti' den 2/5€-Tisch direkt neben uns nach allen Regeln der Kunst vergewaltigte, grindeten 'Konti' und ich ziemlich gelangweilt vor uns hin.
Es ereigneten sich keine wirklich erwähnenswerten Hände... bis ich kurz vor Schluss nach einem Limper und einem Isoraise vom Cut-Off mit AQs am Button for value 3bettete. Ein halbweicher Otto, mit dem wir gestern Abend schon mehrere Stunden gespielt haben, cold4bettet mich aus dem Big Blind. Es wird nun zu mir gefoldet und ich schätze ihn als weich genug ein auch seine 99-TT und ebenfalls selbst AQ for value zu 4betten. Ich entschließe mich dementsprechend bei der ganzen Deadmoney im Pot für seinen Stack von insgesamt 850€ broke zu gehen. Ich presse das Ei über die Linie und bekomme den Call von JJ. Wir lassen die Suppe drei mal laufen und er gönnt sich einfach alle drei Runs! Is richtig mein Freund, deinen Boost hätte ich gerne mal! *ROLLEYES*
Und dann noch ein trockener Tisch, wo man dat Jold nich allzuschnell wieder reinholen kann... SCHEISSE!
Wieder mal nice gerunned und nach ein paar Stunden rumsitzen die Session mit 1320€ im Minus beendet. Danke für nichts!

Somit entschloss ich mich kurzerhand auch etwa 45 Minuten nach Beginn des Turniers ebenfalls noch in das Varianzbecken des Turniergrindens zu springen. Mein Tisch im Turnier war voller alter Italiener und richtig saftig! In der ersten Hand sitzen wir nur 5handed am Tisch und ich eröffne am Button mit 87s. Beide Blinds callen und der Flop kommt mit 933-rainbow ziemlich gut für eine Continuationbet runter. Somit bettete ich ca. halben Pott, der Smallblind foldet und der Big Blind called. Der König am Turn erscheint mir als wunderbare 2nd Barrel Karte und ich gönne ihm erneut halben Pott. Er called und wir sehen einen Jack am River. Auf diesem Boardrunout muss ich ihm einfach 3 Brennnesseln aufs Auge drücken und bette 700 in einen Pott von 2400. Das riecht doch förmlich nach einer astreinen Valuebet, dachte ich mir...
Dachte er sich wohl auch, es war ihm aber leider noch nicht genug Value für seine Supernuts und so check/raiste er mich auf 2600. Ich tankte ein wenig um ihm zu suggerieren ich würde hier eine Madehand folden und foldete widerwillig mit einem dicken WTF auf der Innenseite meiner Stirn!
Auf dem Board, was mit Abstand das beste Bluff3barrelboard der Welt ist, direkt mal gegen die Hypernuts gelaufen... geht ja schonmal bombig los! MEHR DAVON!

Der restliche Turnierabend verlief eher lau, supergeiler Tisch wo jede Hand 5 Leute zum Flop gingen um Mal zu gucken ob man zufällig was trifft und ich mal wieder kartentot aus der Hölle.
Einmal gönnte ich einem Italiener dann doch noch ein bisschen was: Er öffnet in MP1 und ich 3bette ihn aus MP3 mit T9s. Er called und wir gehen ausnahmsweise auch mal Heads Up zum Flop. Ich contibette nach seinem check half Pot auf einem K5K-Flushdraw Board. Bereits jetzt steht der Plan fest ordentlich aufs Gas zu drücken, da er wohl nicht so superviele Kx-Hände in seiner "Out of Position-Callingrange" gegen meine 3bet hat. Er called meine Cbet am Flop und am Turn sehen wir eine wunderbare Karte: Ein ASS!
Nun ist Schluss mit lustig und ich mache ihm nach seinem Check mit meiner Betsize von 4000 in 6000 mehr als deutlich: "Digga, ich hab was, folde doch einfach du Dreckschwein!"

Magic Moment: Er openfoldet seufzend QQ. Da nutzte ich doch gleich mal die Gunst der Stunde und zeigte ihm stolz meinen T9s Bluff. Er fängt direkt danach an mich zu flamen mit den Worten: "What do you think I have? I had a strong hand man!" Daraufhin entgegnete ich: "Yes, indeed! I thought that you have Queens, Jacks or Tens.." Daraufhin applaudierte er leise und fügte zynisch bei: "Ok man, you must be a real champion!" Ich nickte zustimmend!

Feuer frei, jetzt dachten eh alle an diesem Tisch, dass ich komplett behindert bin. Also bestes Image für den nächsten großen Valuepot aufgebaut... Aber... was bringt das wenn man die folgenden 5 Stunden ganze 3 Hände spielt und nur noch mit den größten Güllekarten, die das Pokerdeck so beinhaltet, versorgt wird?

Nichts! Richtig! Dementsprechend kam für mich auch nicht mehr viel rum und ich tütete am Ende des Tages 83.500 Chips ein und erreichte immerhin Tag 2. Der Startstack betrug 40.000 und der aktuelle Average am Ende des Tages lag bei 65.000.
Somit immerhin eine recht solide Ausgangsposition für Tag 2.

5. August 2014

Campione, Campione, olé olé olé!

So dann wolln wir mal!
Erstmal bin ich ganz entspannt trotz 1,5 stündigem Stau in nur 4 Stunden und 45 Minuten nach Dortmund getrampt. Die Lifts waren wenig spektakulär, der erste ein Urologe aus Hamburg, der zu einer Fortbildung nach Verden wollte, der zweite ein Elektromechaniker für Windräder in Offshore Windparks und der dritte ein Vertriebler.
An einer Autobahnausfahrt bei Dortmund holten mich 'Konti' und sein Kollege 'DaSmee' ab und wir gingen erstmal lecker Burger essen im "Roadstop-Restaurant".
Die beiden hatten zuvor schon eine Session in der Spielbank Hohensyburg absolviert und berichteten beim Essen über die ziemlich trockenen Tische am heutigen Abend.
Nach dem Essen war die Sucht der beiden aber doch zu groß, einem erneuten Gang ins Casino zu widerstehen.
So daddelten wir noch ne Runde 5€/5€ in der Hohensyburg bis der Pokerfloor um 3h morgens geschlossen wurde. Bei mir ging nicht viel Erwähnenswertes und ich schloss die Session mit einem Minus von 30€ ab.
Direkt danach fuhren wir zu unserem 4. Mitstreiter names 'Basti' nach Siegen. Von dort aus ging es dann mit seinem Auto weiter in Richtung Campione.
Da wir bis auf den obligatorischen Stau vorm Gotthardt-Tunnel recht ordentlich durchkamen, erreichten wir unser Hotel in Lugano gegen 12 Uhr Mittags. Direkt mal eingecheckt und ein paar Stündchen schlafen gelegt bevors mit dem Bus auf die 15-minütige Überfahrt nach Campione d'Italia ins Casino Municipale ging.
In Campione angekommen, ging es erstmal in die übertrieben leckere "Ristorante Pizzeria Monello", die direkt am Luganer See lag.
Gut gestärkt ging ich in die erste Session und spielte etwa 5 Stunden von ca. 22h bis um 3h morgens. Die erste Session verlief bei mir - wie schon am Vortag in Dortmund - wieder verhältnismäßig ruhig.

Ich kann eigentlich nur von 2 spannenden Händen berichten:

Am 2/5€-Tisch complete ich ein Openraise mit 55 im Smallblind und wir gehen 3handed zum Flop, der mit 952-rainbow ziemlich heiß für mich runterkommt.
Ich checke und der Fish hinter mir checked ebenfalls, der Regular macht seine Continuationbet und ich calle nur. Nun geht der Fisch hinter mir für 120€ all-in und der Regular geht ebenfalls all-in.
Ich calle ganz entspannt und der Fisch zeit 98o für Toppair und der Regular hat ein Overpair Kings. Am Turn kommt noch eine weitere 9 die dem Fisch ein paar zusätzliche Outs beschert, der River verschonte mich jedoch netterweise und so konnte ich direkt mal 2 Leute löschen.
Danach brach mein Tisch zusammen und ich setzte mich an den anderen 2/5€-Tisch zu 'Konti' und 'Basti'. Hier passierte eigentlich nicht sonderlich viel außer einer weiteren spannenden Hand.
Ein weicher Vogel 3bettet mein Openraise aus MP2 von 15€ auf 39€ am Button. Ich calle out of Position mit AJs. Der Flop kommt 467 mit random Flushdraw. Ich checke und er checked behind. Am Turn kommt eine 5, die nun eine Onecardstraight completed. Da er nach seinem Checkback am Flop so gut wie nie ein Overpair und noch weniger 8x-Hände, die ihm nun eine Straight geben in seiner 3betting-Range hat, entschließe ich mich hier gegen seine weake Range zwei Streets zu bluffen. Am Turn bette ich 100€ in einen Pot von 80€, er called. Am River kommt ein K und ich bette 250€ in 285€. Jetzt tanked er ewig und called mich dann schlussendlich mit 32s - also der Straight mit dem Idiotend nach unten -
An dieser Stelle muss ich anmerken, wie extrem stark ich seine min3bet vom Button mit 32s finde... NOOOT!
Da mich allein dieser Bluff einiges an Profit gekostet hat, beende ich die Session um 3 Uhr morgens nach ca. 500€ Plus am vorherigen Tisch dann insgesamt mit nur 27€ Profit.


28. Juli 2014

Liveblogging Italian Poker Open in Campione d'Italia!

So, leider muss ich aus aktuellem Anlass meine Serie der Schwedenberichte vorübergehend unterbrechen!
Da der gute 'Konti' (ein mir bekannter Otto aus alter Counter-Strike Zeit) und ich uns nun schon seit längerer Zeit sehr hold sind, haben wir nun das unabdingbare Bedürfnis uns unseren Frivolitäten gerne auch mal im richtigen Leben zu fröhen! Was würde sich da besser eingen als ein gemeinsamer Pokertrip nach Campione d'Italia zu den Italian Poker Open?

- Nichts! Stimmt genau, richtige Antwort und deshalb gehen wir auch genau dort mal so richtig steil und reiben uns mit der gesamten Körperfläche an den Italienern! EINREIBEN JETZT!!!

Cliffs für euch:

Los gehts am kommenden Donnerstag übers Wochenende für 3-4 Tage je nach dem wie die Action vor Ort ist.
Das erste Schmuckstück in Schriftform werden wir euch vermutlich Donnerstag Nachmittag hier in gewohnter Manier reinklatschen!

Für alle geographisch unbewanderten Retards unter euch: Campione d'Italia ist eine italienische Exklave, die im schweizer Kanton Tessin liegt.
Meiner Meinung nach ist der Tessin der mit Abstand schönste Kanton der Schweiz und auch fernab des Pokerns immer eine Reise wert.
Campione d'Italia liegt direkt am Luganer See gegenüber von Lugano.

Luganer See


Wer jetzt schon mehr über Konti und seinen fabulösen Las Vegas-Blog erfahren will, der klickt einfach mal auf diesen Link.

23. Juli 2014

Midsommer in Schweden: Ashammar -> Leksand - MIDSOMMAR WOOHOO!

Am nächsten Mittag brachte uns der Bärenjäger in eine 30km entfernte Stadt, die direkt an der Straße nach Leksand lag. Seiner Meinung nach hätten wir hier die besten Chancen gut wegzukommen.
Wir gönnten uns zunächst mal eine ordentliche Mahlzeit in einem Imbiss bevor wir bei einem nahe gelegenen LIDL einen Großeinkauf für das heutige Midsommarfest tätigten.

Nach ewiger Wartezeit (ca. 1,5h) hatte ein junges Pärchen in einem Amibus erbarmen und nahm uns die 150km direkt bis nach Leksand mit. Sie wollten dort auch Midsommar feiern und so bekamen wir bereits jetzt einen kleinen Vorgeschmack auf das anstehende Fest.

In Leksand angekommen, beschloss 'sn9ke', dass wir heute mal im Garten von irgendwelchen Leuten zelten wollten. Die ersten Leute, die er ansprach, waren sich nicht so recht sicher, ob sie uns das erlauben dürfen, da sie nur zur Miete wohnten.
Die zweite Familie, direkt neben der Midsommarwiese, willigte schnell ein und überließ uns sogar ihr Gästehaus.


Gästehaus



Midsommarwiese
 

Nachdem wir uns im Gästehaus häuslich eingerichtet hatten, schlenderten wir mit ein paar Bierchen über die Midsommarwiese und schauten uns ein bisschen in Leksand um.

Precelebration

  video

Gegen 20h war es dann auch soweit und die feierliche Midsommarcelebration war nun in vollem Gange.

Midsommarbaum
 



Am Ende der Zeremonie fand der traditionelle Midsommartanz um den Baum herum statt. Diesen Tanz wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten, also zieht euch das Video rein!

video

Nach etwa 2 Stunden war die Zeremonie dann auch beendet und die meisten Leute verteilten sich überall in der Stadt. Wir beschlossen erstmal ne ordentliche Pizza essen zu gehen, für mich die zweite an diesem Tag :)
Nun war es auch schon ca. 0h und 'sn9ke' war aufgrund der vielen heißen Schwedinnen in totaler Feierlaune und zog noch bis 4h morgens auf dem nahegelegenen Festivalgelände durch.
Ich war aber nach nunmehr 5 Tagen trampen komplett fertig und beschloss pennen zu gehen.

14. Juli 2014

Midsommer in Schweden Tag IV: Örnsköldsvik -> Ashammar

Da uns so ziemlich jeder Lift bisher erzählte, dass die größte Midsommer-Celebration rund um den Siljan-See in den Orten Leksand und Rättvik stattfindet, entschieden wir uns logischerweise Midsommer genau dort zu verbringen.
Ursprünglich wollten wir möglichst weit hoch zum Polarkreis in die Nähe der finnischen Grenze, aber angeblich soll da oben in der Midsommernacht nichts besonderes stattfinden und außerdem sollte es nach Angaben einiger Leute in Nordschweden sogar schneien Ende Juni, so dass wir diesen Plan ziemlich schnell verwarfen.
Da der Siljan-See in Mittelschweden liegt, kann ich direkt schonmal vorwegnehmen, dass "Örnsköldsvik" somit der nördlichste Punkt unserer Schwedenrundreise war.

An diesem Donnerstag standen wir auf und duschten erstmal auf dem nahegelegenen Campingplatz ehe es wieder hieß: Daumen raus, umkehren, ab in den Süden nach Leksand zum Midsommerfest!
Wir wurden direkt von einem Mann 20km zurück nach Örnsköldsvik mitgenommen und gönnten uns erstmal ein ausgiebiges Frühstück im hiesigen BurgerKing.
Danach ging es mit einem Schweden bis nach Sundsvall. Hier sackte uns nach kurzer Wartezeit ein Deutscher ein, der ursprünglich aus Berlin stammt, aber mittlerweile nach Schweden ausgewandert ist. Auf jeden Fall ein lässiger Typ mit dem wir uns nett unterhielten.
Er setzte uns an einer Auffahrt zur Autobahn raus und nach ca. 30 minütiger Wartezeit hatte ein Schwede erbarmen und nahm uns bis kurz hinter Gävle auf eine Tanke mit.


'sn9ke' auf der Autobahnauffahrt


Hier fing es dann leider zum ersten Mal etwas an zu regnen und es wurde Abends auch schon deutlich dunkler als noch eine Nacht zuvor in Örnsköldsvik.
Wir waren so gegen 0 Uhr schon fast auf dem Weg in den nahegelegenen Wald, als ich die finale Ansage machte: "Lass noch 3 Stück anlabern, dann is gut.."
'sn9ke' war aber total übermotiviert und sprach noch einen 4. - ziemlich aussichtslosen - Lift an obwohl dort bereits 3 Leute im Auto saßen.
Ein älteres Pärchen mit ihrem Sohn, der so unser Alter etwa Mitte-Ende 20 war. Nach kurzer Diskussion im Auto bot uns das Paar an gerne bei ihnen im Garten zu zelten.
Wir überlegten kurz bevor wir einwilligten, weil wir doch eigentlich wild im Wald campen und gediegen Feuer machen wollten...
Der Vater versicherte uns aber, dass Feuer gar nicht nötig sei und er auch gerne um Mitternacht seinen Gasgrill für uns anwerfen würde, so dass wir noch ein leckeres "Abendmahl" einnehmen können.
So saßen wir mit dem Vater bis um halb 3 morgens auf der Veranda seines typischen roten Schwedenhauses grillten und lauschten seinen Erzählungen.
Der Vater war nämlich bis vor 5 Jahren Jäger und hat bereits 3 Bären und unzählige Elche erlegt. Ganz stolz präsentierte er uns sein Bärenfell über dem Sessel und seine Trophäen, die wir auch gleich mal fotografierten!


3 Bärenschädel im Regal



Bärenfell über dem Wohnzimmersessel


Elchgeweih


Super geflashed von seinen Erzählungen gingen wir dann so gegen halb 3 schlafen. Diese Nacht war ganz besonders kalt, ich würde mal so auf < 5° C tippen, da wir tagsüber die letzten Tage auch immer nur Temperaturen um die 10-12° C hatten. Man konnte zum ersten Mal unseren Atem extrem deutlich sehen.


Route Tag IV: Örnsköldsvik - Ashammar


8. Juli 2014

Midsommer in Schweden Tag III: Örebrö -> Örnsköldsvik

Wir schliefen erstmal ordentlich aus und stellten uns dann an eine stark befahrene Straße mit Ampel um den ersten Lift des Tages einzutüten.

Nach etwa 20-minütiger Wartezeit nahm uns ein Schwede mit, der gebürtig aus Eritrea stammt. Er klärte uns während der ca. 1 stündigen Fahrt nach Västeras über die Schattenseiten seines Landes auf. Laut seiner Aussage ist Eritrea ähnlich wie Nordkorea, ein ekelhafter von Propaganda beherrschter Staat. Die Einwohner Eritreas dürfen das Land für Urlaube, Reisen etc. nicht verlassen bevor sie 37 Jahre alt sind. Sick shit!
Wir stiegen in Västeras bei einem Mäcces aus und streckten nach einem kurzen Shoppingaufenthalt im COOP auch schon alsbald den Daumen raus!
Wir wurden von zwei Männern mitgenommen und 30km weiter an einer Haltebucht rausgelassen. Wenig später nahm uns von dort aus ein Mann mit in Richtung Gävle, welches ca. 80km nördlich von Stockholm direkt an der Küstenautobahn liegt.
Hier stiegen wir auf einer Autobahnraste aus und überquerten die Brücke um auf die andere Seite zu kommen. Die Raste war - wie es recht häufig in Italien üblich ist - über die Autobahn gebaut, so dass man durch die Restaurants auf die andere Seite laufen konnte.
Hier nahm uns ein älteres schwedisches Paar ca. 60km weiter in Richtung Norden mit.

Auf der nächsten Raste nahm uns nach 2 minütiger Wartezeit ein fußballbegeistertes Pärchen mit nach Haernosand. Wir chillten noch kurz 2 Minuten an einem See, der direkt an der Raste lag und lauschten danach der schwedischen Radioübertragung des Spiels Niederlande - Australien!

Der See!


Dort ausgestiegen, hielten wir nicht lange den Daumen an der Landstraße raus und schon nahm uns Tina - eine typisch blonde gutaussehende Schwedin - mit nach Örnsköldsvik.
Sie wollte unbedingt noch ein Foto von uns schießen und so ließen wir uns doch gerne vor ihrem Auto ablichten!


Mittlerweile war es Abend geworden und auch recht frisch im hohen Norden. So beschlossen wir uns von einer Tanke in Örnsköldsvik von 2 noch relativ jungen - leider nicht sonderlich gutaussehenden - Schwedinnen ca. 20km in nördliche Richtung fahren zu lassen um unser Zelt im Wald aufzuschlagen.

Wir stiegen bei einem Campingplatz aus, ließen diesen natürlich links liegen und marschierten in einen typisch nordschwedischen Kiefernwald mit auf dem Waldboden wachsenden Blaubeeren und Flechten.


"Nachts" taghell im Wald



Feuerholz?



Wie man den Fotos entnehmen kann, ist es 00:41h Ortszeit und trotzdem noch taghell im Wald! Jeiler Scheiss man, Midsommer ALLEZ!


 Route Tag III: Örebrö - Örnsköldsvik



2. Juli 2014

Midsommer in Schweden Tag II: Malmö -> Örebrö

Total tiefenentspannt standen wir am nächsten Mittag auf und marschierten erstmal zurück auf die Raste. Auf dem Weg dorthin kamen uns zwei andere Tramper entgegen die für ca. einen Monat einfach ohne konkretes Ziel nach Süd-Ost-Europa trampen wollten! Nice!
Nach einem kurzen Palawer gingen wir erstmal zu Pizza Hut frühstücken. Hier erwartete uns ein All-you-can-eat Buffet mit Pizza, Salat, Getränken und Eis inklusive für schlappe 9,50€. Dies dürfte wohl für schwedische Verhältnisse ein absoluter Spottpreis sein!

Fresserei bei Pizza Hut


Wir konnten gar nicht genug konsumieren und hingen deshalb insgesamt schlanke 2 Stunden im Pizza Hut ab.
Danach ging es auf die Tanke, hier erstmal schön in zwei Liegestühlen chillen und nebenbei den nächsten Lift shaven.
'sn9ke' machte den nächsten Lift namens Robert in einem AMG-tuned Mercedes klar. Robert fuhr auch mal ganz entspannt 500km bis nach Örebrö und wir setzten uns dankend in seine Karre.
Auf der Fahrt erzählte er uns über die "Svensk-Classics", die aus 4 Wettbewerben (Radfahren, Schwimmen, Laufen & Skilanglauf) bestehen.
Er hat bisher 3x an der Radrundfahrt um den Vätternsee teilgenommen und die 350km lange Strecke einmal in 10 Stunden und zwei Mal in 12 Stunden absolviert! Stattlich stattlich!
Er fuhr sogar noch einen kleinen Umweg um uns den Start des Radrennens direkt neben dem See zu zeigen.
Am Ende hielt er sogar noch kurz für uns an einem Einkaufszentrum an, so dass wir uns mit allerlei Würsten für den heutigen Abend eindecken konnten.

Gegen 20h stiegen wir in Örebrö aus und marschierten wie am Vortag wieder in den Wald um zu zelten, Feuer zu machen und zu grillen.

Vorher quetschte sich 'sn9ke' noch professionell in ein altes Dreirad was auf unserer Tanke stand.


Ist das tight!




Zelt, Wald & Feuer



Route Tag II: Malmö - Örebrö


29. Juni 2014

Midsommer in Schweden Tag I: Hamburg -> Malmö

So, dann mal los!
Um 14h stellten wir uns in Hamburg-St.Ellingen an die Straße und mussten erstmal fast ne Stunde warten bis uns endlich jemand mitnehmen wollte!
Dann aber direkt ab nach Neumünster und von da aus weiter auf die letzte Raste vor der dänischen Grenze!
Die Lifts am ersten Tag waren allesamt leider ziemlich unspektakulär. Ganz cool war der letzte Lift, ein Rentnerpärchen aus Ostdeutschland in ihrem nigelnagelneuen Wohnmobil, die sich von vorne bis hinten gut eingeschissen haben bzgl. "MACHT JA KEINE KRATZER DIE KISTE IS NOCH KEINE 1000km GELAUFEN usw..."
Während ihnen gut der Stift ging ließ 'sn9ke' sich aber nicht lumpen und laberte das alte Gammelfleisch erstmal schön voll so à la "Na wo gehts denn noch hin?" oder "Wo seid ihr denn sonst schon überall gewesen?".
Nach 20 minütiger Fahrt über die Öresundbrücke waren sie uns dann auch endlich los. Diesmal brauchten wir ca. 8,5 Stunden von Hamburg bis nach Malmö. Es war nun schon so gegen 22/23h und wir hatten das erste Zwischenziel - die schwedische Grenze zu passieren - erreicht. Entspannt marschierten wir auf einer Raste bei Malmö schön in den Wald um unser Zelt aufzuschlagen, Feuer zu machen und zu grillen.

Im kleinen grünen Flitzer!



Zelt im Wald


    Der Grill brennt       

                         

Route Tag I: Hamburg - Malmö


11. Juni 2014

Report Februar & Midsommer live am Polarkreis

Ja ich weiß, letzter Post schon wieder ne halbe Ewigkeit her, brauchen wir nicht drüber zu diskutieren. Gründe hierfür sind Uni-Grind-Lernen-Klausur-Grind-bla!
Also ums kurz zu fassen, ich hab im Mai gut was geschafft sowohl grind- als auch unitechnisch.
Bevor ich dann endlich mal zum Monatsreview für Februar komme, will ich noch ein paar Worte zur Midsommernacht loswerden.
Nächsten Montag ist es soweit! Dann wird eine noch ausstehende großartige Sache auf meiner To-Do-Liste angegangen! Seit Jahren wollte ich mir immer schonmal die Sommersonnenwende (in Schweden Midsommer genannt) in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni live angucken und mich vom Mythos der 24h Stunden lang nicht untergehenden Sonne selbst und live vor Ort überzeugen.
Kurze Cliffs dazu, am Montag gehts mit 'sn9ke' (Kollege aus alten Counter-Strike Zeiten) aus Hamburg per Daumenexpress einfach nur nach fucking Norden dem Polarkreis entgegen. Eventuell gönnen wir uns noch einen kurzen Zwischenstopp in Stockholm, je nach dem wie gut wir vorankommen... Trampen ist in Skandinavien aufgrund der niedrigen Verkehrsdichte nicht ganz so leicht wie im restlichen Europa, von daher müssen wir ordentlich pressen, denn wir wollen allerspätestens zur Midsommernacht soweit oben sein wie es eben geht! ICK FREU MIR DRUFF!
Livereporting wirds leider nicht geben aus dem einfachen Grund, dass wir einfach kein Internet zur Verfügung haben.
Ihr könnt aber sicher sein, dass ich euch nachträglich mit dem feinsten Shit von dieser Tour versorgen werde!

So dann auch mal schnell rübergeschwenkt zum Monat Februar. Ich hab es auf insgesamt 27.016 Hände gebracht. Wie ihr an der Handanzahl seht, ging es ordentlich zur Sache! Geil war auch in diesem Monat mein erster kurzer Ausflug auf NL10k. Ich hatte meine Session eigentlich schon lange beendet und mich der alltäglichen FIFA14-Teamspeakzockerei hingegeben, da schaute ich nochmal in die Pokerstars-Lobby und sah wie sich zwei peruanische Fische auf NL10k duellierten. Schnell als erster in die Warteliste und dann hieß es erstmal lange warten, denn die zwei pressten sich für 2-3 Stunden die Scheisse aus dem Leib. Schlussendlich saß dann der größere Fisch von beiden mit einem Reststack von ca. 4600$ am Tisch als ich endlich ran durfte.
Es war mittlerweile morgens um halb 6 und ich war auch schon ziemlich müde, weshalb ich mir zunächst nicht sicher war ob es tatsächlich eine gute Idee ist das Match zu spielen.
Dennoch war die Motivation riesig und es ging auch gleich mächtig in die Vollen.

Hier mal ein paar interessante Hände aus dem Match:

http://weaktight.com/6777163 - erste Hand gleich mal so BÄÄÄÄM
http://weaktight.com/6777169 . Weiter immer weiter...
http://weaktight.com/6777171 - So wie es eben immer ist wenn man mal höher spielt....
http://weaktight.com/6777173 - Final Hand - ON YOUR BIKE - bring more Peruvians!

Zum Glück hatte ich den Frosch dann nach exakt 7 Minuten und 38 Sekunden gelöscht und ihm wunderhübsche 4600$ aus den Rippen gepresst. Hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn man es natürlich immer in Kauf nehmen muss auf diesen Stakes für einen großen Pot von einem 2-Outer genommen zu werden. That's Poker folks!


Hier noch andere interessante Hände aus dem Monat Februar:

http://weaktight.com/6777176 - WTF?
http://weaktight.com/6777183 - 93% am Turn - ZACK REIN DEN SAFT!!
http://weaktight.com/6777195 - Jo is richtig my friend :D

Zum Abschluss gibts noch den derzeitigen Stand des VPP-Counters auf Pokerstars: 36.823. Also noch ein ordentliches Stück Arbeit bis zum Supernova aber da ich in der ersten Jahreshälfte gut unterwegs war, war mir klar, dass ich bis Ende Juni nicht mehr als 40.000 Pkte erspielen kann. Die40k schaffe ich aber trotz des Midsommer-Trips. Also IMMER WEITER VOR!

6. Mai 2014

EPT Grand Final Monte Carlo: Letzte Session & Fazit!

Eine letzte ziemlich kurze Session habe ich zum Ende des EPT Grand Finals Monte Carlo dann doch noch gespielt. Die Session fand an EPT Main Event Tag 3 statt, wo die gesamte Action schon deutlich zurückgegangen war.
Nachmittags liefen insgesamt gerade mal noch ca. 4-5 Cashgametische. Ich fand ziemlich schnell an einem 2/5€-Tisch Platz der zwar nicht superfishy aber ganz in Ordnung war.
Es befanden sich keine wirklich guten Spieler daran aber auch nur ein richtiger Fisch. Ich spielte während der kurzen Session nur einen größeren Pot, in dem ich glücklicherweise Heads Up gegen den einzigen Fisch kam und ihn auch ordentlich bluten ließ.
Ich openraiste A3s aus MP3, alle andern folden und der Fisch im Big Blind called. Der Flop kommt AK5-rainbow und ich bette 20€ in einen 30€ Pott. Der Fisch called diese Bet und am Turn kommt eine 7. Ich bette nun 55€ in einen 70€ Pott und er called erneut. Am River kommt eine 3, die mich zu Twopair improven lässt.
Da seine Range durch den Cardremovaleffekt wohl deutlich häufiger einen König als ein Ass beinhaltet, will ich nicht zu groß betten um definitiv noch Value von seinem 2nd Pair zu bekommen. Ich entschließe mich nach kurzem Überlegen 110€ in einen 180€ Pot zu betten. Der Fisch called auch ziemlich schnell und mucked nachdem er sich meine Karten angesehen hat.
Das war eigentlich auch schon der einzig nennenswerte Pott und nach ca. 1,5h schloss ich diese Session mit einem Plus von 64€ ab was einem Gesamtprofit von exakt 2100€ auf den Euro genau entspricht.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Games in Monte Carlo - wie zu erwarten - deutlich softer waren als z.B. bei der EPT Wien.
Der Grund dafür wird sein, dass gerade an der Côte d'Azur bzw. in Nizza, Monaco & Cannes doch einige reiche Leute wohnen, die pokertechnisch nicht allzuviel anbieten und dann natürlich schönes Deadmoney sind.
Außerdem scheuen sich viele gute Regulars vor den horrenden Hotelpreisen in Monaco und sind dementsprechend auch nicht all zu zahlreich an den Tischen zu finden.

Monaco von der Seite



Ich werde dieses Jahr definitiv auf keiner EPT mehr zu anzutreffen sein, da ich nach wie vor nicht die ganz große Lust auf Livepoker habe. Da die EPT mit Abstand die toughste Turnierserie ist, wirkt sich das dementsprechend auch auf das Niveau der Cashgames aus.
Die einzigen EPTs, die meiner Meinung nach für Cashgames profitabel zu spielen sind, dürften wohl Barcelona, Sanremo & Monte Carlo sein.
London soll der toughste Stop überhaupt sein, Deauville hat in Frankreich staatlich reguliert 4% uncapped Rake, Prag war mir vor 2 Jahren durch die ganzen Osteuropäernits schon zu solide und Wien war mit Abstand das toughste was ich an Livecashgames je gesehen habe.
Definitiv angucken werde ich mir dieses Jahr sicher noch in Campione d'Italia die Italian Poker Open, wenn nicht im Juni zur nächsten Ausgabe, dann definitiv im Oktober zur übernächsten Ausgabe.
Darüberhinaus könnte es durchaus Sinn machen auch mal eine Casinos Austria Poker Tour (kurz: CAPT) zu testen, aber wahrscheinlich wird es dort auch recht solide zugehen.


Monaco von oben




Casino Sanremo




EPT Grandfinal Monte Carlo - Result:

+2100€ (6,5h Spielzeit)

2. Mai 2014

EPT Grand Final Monte Carlo: La vie est belle!

Am nächsten Tag ging es wieder recht pünktlich gegen 13h nach Monte Carlo ins Casino. Meine Freundin vertrieb sich während meiner Session die Zeit mit surfen und schreiben von Postkarten.
Ich bekam direkt an einem neu eröffneten 2/5€-Tisch Platz, der wieder mal nur so semigut war. Es saß zwar kein wirklich guter Spieler dran, aber dafür auch nur 1-2 weichere Spieler. Ich hatte zwar direkte Position auf einen der Weichlinge, aber direkt links von mir saßen zwei super callfreudige Affen, so konnte ich kaum light isoraisen geschweige denn mal Heads Up in einen Pot in Position gegen den Fish kommen.
Also wieder mal eher nicht so nice und definitiv Zeit aufzustehen als der Fish rechts von mir zu meiner Verwunderung an einen 10/25€-Tisch wechselte.
Ich wurde glücklicherweise im gleichen Atemzug für einen 5/10€-Tisch aufgerufen.
Dieser Tisch war auch wieder nicht unbedingt supergut, bestückt mit einigen Nits, dem "Zonk-Libanesen" von gestern und noch einem weiteren nicht ganz so soliden Spieler.
Nachdem ich an dem 2/5€-Tisch keinen einzigen Pot gewinnen konnte und schon wieder so ca. 150€ runtergeblindet hatte, lief es am 5/10€-Tisch auch nicht sonderlich besser.
Ich spielte einige, nicht weiter erwähnenswerte Pötte, bis ich nach einem UTG Open mit TT aus MP 35€ flatcalle. Der "Zonk-Libanese" am BU called ebenfalls und ein sehr deeper ziemlich guter Spieler squeezed aus dem BB auf 105€. Der ursprüngliche Raiser called, ich jumpe ebenfalls auf Setvalue mit in den Pott und der "Zonk-Libanese" called ebenfalls.
Somit gehen wir 4way zum Flop und im Pot liegen bereits 425€. Der Flop kommt mit JT3-rainbow sehr nice für mich runter und ich entschließe mich nach 2 Checks vor mir mit 325€ recht groß zu betten. Der Libanese will wissen wieviel ich noch behind habe und tankfoldet dann aber doch. Der gute sehr deepe Spieler, der Preflop gesqueezed hat called erstaunlicherweise und der initial Preflopraiser foldet.
Somit hat der Pot bereits 1075€ und der Turn ist ein weiterer Jack. Er checkt nun zu mir und ich schiebe meine restlichen 580€ all-in. Er snapfoldet recht schnell.
Im Nachhinein wohl ein ziemlich großer Fehler von mir, nach diesem Turn nicht behind zu checken.
Seine Range beinhaltet wohl die 3 Overpairs QQ, KK & AA, sowie etliche Jx-Hände und einige Draws wie AK, AQ, KQ, Q9 oder 98.
Gegen die Overpairs macht die Line keinen Unterschied, da diese höchstwahrscheinlich sowieso folden werden, Jx-Toptrips stacke ich sowieso, aber die geplatzten oder auch gehitteten Draws könnten sehr wahrscheinlich am River bluffen bzw. valuebetten.
Somit muss ich da mit dem Fullhouse definitiv immer behind checken.
Das war auch schon die einzig große Hand der Session und nachdem der einzige richtige Weichling aufstand, beschloss auch ich nach 2,5 Stunden Spielzeit mit einem Plus von 531€ zu quitten.
Einfach genau richtig so, sich die unprofitablen Tische nicht länger zu geben bzw. total braindead 10 Stunden zu grinden weil LOL grinden!
Ganz easy den Value mitnehmen und sich die Regs mit ihren vollgeschissenen Unterhosen battlen und totgrinden lassen!
Wir nutzten den freien Spätnachmittag für einen leckeren Kaffee mit New York Cheesecake und schauten uns das Grimaldischloss in Monaco an.


Yachthafen mit Formel 1-Tribüne Monte Carlo



La vie est belle!




EPT Grandfinal Monte Carlo - Standing:

+2036€ (5h Spielzeit)

28. April 2014

EPT Grandfinal Monte Carlo: Zonk für den Libanesen!

Nachdem ich die EPT Sanremo aufgrund von chronischer Unlust auf Livepoker ausfallen ließ, komme ich um das EPT Grandfinal in Monaco nicht drumherum. Dieser Trip war seit längerem mit meiner Freundin zusammen gebucht und somit spielt die Livepokerei hier auch nur eine sehr untergeordnete Rolle.
Von daher wird das also ganz lässig angegangen, wenn die Lust auf Livepoker da ist, wird ne Runde gepokert ansonsten FICK DICH WEG!

Am Freitag Abend in unserem Hotel angekommen, beschlossen wir nach recht wenig Schlaf an den vorhergehenden Tagen, erstmal pennen und zu gehen und schliefen dekadente 15 Stunden durch bis zum nächsten morgen!
Nun war das Kribbeln aufgrund des ganz in der Nähe stattfindenden EPT Grandfinals doch zu spüren und so fuhren wir gemeinsam die 15 Minuten rüber nach Monaco um uns mal anzuschauen was da so läuft.
Dort angekommen, war die Ernüchterung groß, gegen 18h waren die Wartelisten für alle Limits unfassbar lang, so dass man gut und gerne 3-4 Stunden Wartezeit mitbringen musste.
Darauf hatte ich natürlich absolut gar keine Lust und so fuhren wir kurz entschlossen die 25km nach Nizza und drückten uns nach einem Stadtbummel leckere Steaks hinter die Kiemen.
Am Sonntag wollte ich es dann aber wissen: So gegen 10h aufgestanden, bisschen rumgechilled, fuhr ich gegen 13h rüber nach Monaco.
Die Wartelisten waren diesmal sehr kurz, da die Tische erst nach und nach geöffnet wurden. Ich bekam ziemlich schnell einen Platz an einem 2/5€-Tisch, der allerdings mal wieder die reinste Frechheit war. Drei solide Schweden, ein solider Deutscher, zwei solide Randoms und ein älterer Franzose, der Preflop wohl ein bisschen zu viel called.
Wir ihr merkt, kam erstaunlich oft das Wort "solide" vor. Einfach zum Kotzen!
Da ich aber noch auf der Warteliste für 5/10€ stand und kurz danach aufgerufen wurde, hatte das Trauerspiel am 2/5€-Tisch auch ziemlich schnell ein Ende.
Der 5/10€-Tisch war deutlich besser zu spielen. Hier saß ein älterer Italiener am Tisch, der gerade so die Regeln kannte und absolut nichts gerafft hat, dazu noch 2 Supernits, 1 Grieche der viel zu loose und aggressiv war und dann noch 2 eher unsolidere Libanesen sowie 1 gehirntoter Franzose.
In meiner ersten großen Hand limped ein Libanese UTG und ich isoraise UTG+1 mit AA. Der zu loose Grieche hinter mir called und ein weiterer Spieler sowie der UTG-Limper callen. Wir gehen also 4way zum Flop, der mit K45-rainbow runterkam. Der UTG-Limper checkt und ich bette 150€ in einen 200€-Pott. Der Grieche hinter mir snapcalled und die anderen beiden folden. Der Turn ist eine ziemlich ungefährliche 2. Ich bette nun 350€ in einen Pott von 500€ und der Grieche snapped erneut. Der River paired das Board mit einer weiteren 4 und ich schiebe meine restlichen 530€ all-in.
Call! Der Grieche called recht schnell und ist nicht besonders happy meine Aces zu sehen. Er meinte dass er wohl AK gehabt hätte und das nie und nimmer folden könnte. Schönes Ding erstmal!
In meiner nächsten großen Hand, ist der Pot gelimped und ich fülle mit Jd 5d aus dem SB auf.
Der Flop kommt Qd 8d 3s, ich entschließe mich nicht zu donken, sondern check/calle eine Potsizebet von 45€ in einen 40€ Pott des Libanesen, der am Button sitzt.
Der Turn ist eine Th, ich improve somit zu einem Gutshot und check/calle erneut 85€ in einen Pot von 130€.
Der River ist eine 9d, somit kommt eine Onecardstraight an und ich mache meinen Flush.
Nun bette ich von vorne Potsize mit 300€ falls er doch mal einen Jack hat, sein Toppair würde er vermutlich gegen eine kleinere Bet sowieso nicht callen.
Nun tanked er recht lange und fragt sich die ganze Zeit "Why so much...? Why so much...?" Dann wirft er endlich die 300€ in den Pot und mucked ernüchtert sein Toppair.
Danach entflammt eine kleine Diskussion zwischen dem Griechen und dem Libanesen ob es denn in Ordnung wäre eine Potsizebet am River zu callen. Der Libanese beendet die Diskussion recht schnell und begründet seinen Call damit, dass ich so groß gebettet habe und er glaube ich würde dies niemals mit einer Straight oder einem Flush machen. Wie gerne hätte ich in diesem Moment ein Nippelboard vor mir gehabt und ihm einmal ganz laut das ZONK-Geräusch von "Geh aufs Ganze" abgespielt. Schade, leider falschgedacht :( next time maybe!

Nachdem der gehirntote Italiener zweimal gelöscht wurde, gehen die Spieler an meinem Tisch nach und nach afk, so dass wir irgendwann nur noch zu zweit am Tisch saßen und dann auch beschlossen Pause zu machen.
Nach einem 30 minütigem Chillout ist mein Tisch komplett neu besetzt und nicht mehr wirklich fishy.
Daher beschließe ich die Session nach 2,5 Stunden mit einem Plus von 1505€ zu beenden.
Im Anschluss machten wir uns noch einen schönen Abend bei hervorragender Pizza und sehr leckerem Eis in Sanremo!

EPT Grandfinal Monte Carlo - Standing:

+1505€ (2,5h Spielzeit)


26. April 2014

Part III: Einfach nur Pauschaltourismus...

Wahrscheinlich dachtet ihr nach den ersten zwei Posts unseres Trips: "LOL sind ja voll die Hippies mit trampen, wildcampen und so..."
Dies wird nun in der Folgezeit mehr als widerlegt! Nachdem wir am Mailänder Dom gechilled hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem günstigen Hotel. Dies sollte anfangs nicht so leicht werden, da wir eine Junior Suite im NH Presidente für 379€ pro Nacht ablehnten. Wenig später quartierten wir uns im New Generation Hostel für 54€ pro Nacht für unser gesamtes Dreibettzimmer ein. Abends trafen wir noch einen Schweizer, der mit uns extrem lecker Pizza essen ging.

Definitiv in den Top 3 meiner ewigen Pizzaliste!


'gwonkel' und ich waren nach dem Essen so platt, dass wir es vorzogen pennen zu gehen während 'sn9ke' mit dem Schweizer noch bis 3 Uhr morgens durch Mailänder Bars zog.
Dieses Zimmer war leider nur für diese Nacht frei, so dass wir am nächsten Morgen auscheckten und nach 20 minütigem Fußmarsch unser vorab gebuchtes Dreibettzimmer in einem kleinen Appartment bezogen.
Nachdem wir unsere Sachen abgestellt hatten, ging es erstmal ins Restaurant. Eine ordentliche Pizza zum Frühstück tut immer gut!
Danach machten wir uns dann mit ein paar Bierchen auf zum Giuseppe-Meazza-Stadion, denn um 15.00h sollte das Spiel AC Mailand gegen AS Livorno angepfiffen werden.

Giuseppe-Meazza-Stadion


Da die Spiele nie ausverkauft sind, kauften wir eine halbe Stunde vor Anpfiff ganz entspannt unsere Karten für die Curva Sud (Kurve der Mailänder Ultras).
Was ich bis dahin nicht wirklich zu glauben wagte, war leider doch bittere Wahrheit: Man kann an den Kassenhäuschen die Eintrittskarten erst nach Vorlage des Personalausweises, welcher dann beim Eintritt ins Stadion tatsächlich mit der Eintrittskarte abgeglichen wird, erwerben.
Scheiss Repressionen in Italien, so ein hirnloser Müll! Personalisierte Tickets MERDA!

Diesmal leider nicht auf der Trainerbank :(



Das Spiel gab auch wieder einiges her und so sahen wir einen ungefährdeten 3:0 Sieg des großen AC Mailand mit einem Tor von Mario Balotelli! Oh Balotelli... he's a striker and good at darts...
Danach chillten wir im Hotelzimmer und verzichteten auf das Abendessen und gingen sehr früh schlafen, denn am nächsten Tag sollte der Wecker um 7.00h klingeln.
Fuck, war das früh, 7.00 Uhr man, krass. Aber wir standen tatsächlich ohne weiteres auf und machten uns auf den Heimweg.
Zunächst fuhren wir mit der Metro zur Endstation um dann noch mit dem Regionalzug eine weitere Station nach "Rho" zu fahren. Der erste Regionalzug dorthin fiel erstmal aus, so dass wir noch weitere 25 Minuten auf den nächsten warten mussten.
Hier sollten wir dann mit dem Bus nach Lainate fahren und von dort weiter zu Fuß direkt auf eine Autobahnraststätte zu laufen.
Mehrere Leute gaben uns unabhängig von einander zu verstehen, dass Sonntags keine Busse nach Lainate fuhren.
Also entschieden wir uns die 5-6km zu Fuß zurück zu legen und waren dementsprechend knapp 1,5 Stunden unterwegs auf die Raste.
Kurz vor der Raste wurde mein mehr als dringlicher Kackdrang unerträglich und so machte ich bei strahlendem Sonnenschein erstmal einen fetten Haufen in den Wald! Enjoy it!

Lecker kacken im Wald!


Wenige Minuten später waren wir dann auch auf der Raste angekommen, wir erblickten sofort ein deutsches Auto mit Ulmer Kennzeichen.
Der Mitt-20er Türke, dem das Auto gehörte, nahm uns auch bereitwillig mit und so fuhren wir mit ihm über den San Bernardino Pass, durch Liechtenstein vorbei an Vaduz 450km bis auf eine Raststätte direkt vor Ulm.
Das grenzt nun aber wirklich schon direkt an Pauschaltourismus, ekelhaft sowas...
Um das ganze noch zu toppen, teilten wir uns auf eben jener Raste auf. So fanden wir alle drei zeitgleich einen phänomenalen Lift: 'sn9ke' fuhr mit einem Drogenkurier, der nach Saarbrücken wollte und gerne mal Speed hin und her fährt und ihn direkt in Viernheim absetzte.
'gwonkel' machte ganz easy einen Typen mit Heilbronner Kennzeichen klar, der ihn nach Heilbronn direkt bis vor die Haustür fuhr und ich stieg bei einer Mitt-40erin ein, die nach Göttingen wollte.
Somit brauchten 'sn9ke' und 'gwonkel' insgesamt 2 Lifts von Mailand nach Heilbronn bzw. Viernheim.
Bei mir lief es ab Göttingen etwas zäher, aber auch erreichte einige Stunden später völlig tiefenentspannt Amburgo!

23. April 2014

Part II: These are the woods where we're camping

Gut ausgeschlafen ging es am nächsten Tag direkt von einem Edeka-Parkplatz in Grenzach-Wyhlen weiter. Da sich dort zunächst kein Lift shaven ließ, beschlossen wir, ein paar Schritte weiter in Richtung Basel zu laufen um uns dort besser an einer Ampel zu postieren.

Chillen vorm Altersheim

Kurz vor dem Start wurde dann nochmal ausgiebig auf einer grünen Wiese vorm Altersheim gechilled, ehe wir von einem Mann bis an eine Autobahnauffahrt nach Basel gefahren wurden.

Chillen an der Autobahnauffahrt




Wir hatten es uns erneut bequem gemacht und gerade auf unseren Stühlen vom botanischen Garten Platz genommen, da ging es auch schon weiter. Ein Bauarbeiter nahm uns ca. 80km bis auf die übernächste Raststätte mit.
Hier warteten wir wieder nur sehr kurz, um dann bei einem Mann bis auf eine Raststätte direkt vor Luzern mitzufahren.
Nun mussten wir doch ein bisschen pressen um den nächsten Lift einzutüten. Schlussendlich ließen sich 2 Italienerinnen in einem Renault Clio davon überzeugen uns mitzunehmen. Wir saßen kuschlig warm und doch recht eng mit unserem gesamten Gepäck zu dritt auf der Rückbank. Einfach episch!
Unglücklicherweise standen wir in dieser äußerst komfortablen Sitzposition auch noch 2 Stunden im Stau vor dem Gotthardt-Tunnel.
Auf einer der nächsten Rasten nach dem Gotthardt-Tunnel legten die Mädels eine Pipipause ein und wir sahen uns in der Zwischenzeit nach einem bequemeren Lift um.

Schweizer Bergpanorama


Schnell wurden wir fündig und fuhren bei einer deutschen Familie ganz entspannt mit viel Platz in einem T4-Bus mit.
Nun war der Plan uns auf der letzten Raststätten, bevor die Familie in Como abbiegen musste, in Höhe Bellinzona auszusteigen, mit unserem Zelt ein paar Meter in den Wald zu laufen um dann am Feuer unser Grillgut zu vernichten.
Besagte Raste war aber erstaunlicherweise gesperrt und so entschlossen wir uns einfach mit bis nach Como zu fahren, um dann dort an direkt an der Autobahnausfahrt auszusteigen und uns ein lauschiges Plätzchen zu suchen.
Gesagt, getan! Ausgestiegen, direkt das nächste Waldstück anvisiert, auf dem Weg dahin bereits Brennholz in Form von Kisten und Körben mitgenommen und zack waren wir auch schon am Ziel unserer Träume.
Ein kleiner Trampelpfad führte uns direkt mitten in den Wald und so schlugen wir direkt neben einem verlassenen Gartenstück unser Zelt auf. Kurz darauf brannte auch schon unser Lagerfeuer und es war extrem geil!
Geiler Scheiss, genauso wie ich mir das im Vorfeld vorgstellt hatte, ganz entspannt wild campen und Feuer machen.

Lagerfeuer


Nachts wurde es dann selbst in Como noch ziemlich kalt (ca. 5°C) und so froren 'sn9ke' und ich doch ganz schön während 'gwonkel' oben ohne in seinem Schlafsack schlief wie ein Bär.

Der Zeltabbau!


Am nächsten Morgen direkt das Zelt abgebaut und runter ins Dorf zum Fußballplatz und neben dem Frühstück ein Jugendfußballspiel der Spielgemeinschaft Varese/Como mit zahlreichen Eltern geguckt.

Jugendfußball der Spielgemeinschaft Varese/Como


Danach latschten wir erstmal ordentlich lange um uns dann direkt auf der Autobahnauffahrt nach Mailand vor dem Schild mit der dicken Aufschrift "NO AUTOSTOP" zu postieren. Uns doch egal ihr Wichser, wir trampen wo wir wollen!

Ab nach Milano!


Keine 10 Minuten hielt ich meinen fabulösen Daumen in die Luft und schon hielt ein Italiener mit arabischen Wurzeln im BMW X5 an.
Er konnte nicht wirklich englisch und trotzdem verständigten wir uns mit ihm darauf uns einfach am Giuseppe Meazza Stadion im Mailänder Stadtteil San Siro rauszulassen.
Obwohl er eigentlich nach Saronno, was etwa 10km nördlich von Mailand gelegen ist, wollte, fuhr er uns selbstredend zum Stadion. Geiler Typ!
Von dort nahmen wir die Metro und ich zeigte den beiden Mailand-Neulingen erstmal den ziemlich imposanten Duomo di Milano!

21. April 2014

Part I: This is the street where we're living

Nachdem ich kurzfristig die EPT Sanremo geskipped habe (darauf werde ich in einem späteren Post noch gesondert eingehen), musste irgend ein anderer Zeitvertreib her. Kurz im Teamspeak rumgelabert, ging es 2 Tage später auch schon direkt on the Road!
Der Plan war nun am vergangenen Mittwoch über Mannheim nach Basel um das Schweizer Topderby FC Basel gegen FC Zürich live im Stadion mitzuverfolgen, dann weiter nach Mailand um am Samstag AC Mailand - AS Livorno gucken und wieder zurück nach Amburgo.
So stand ich dann auch total geschärft Mittwoch morgen um 9h am Trampspot meines Vertrauens in Hamburg und hielt den Daumen raus!
Mit dem ersten Lift, einer 30-jährigen Studentin an der Leuphana Uni Lüneburg, ging es erstmal nur bis zur nächsten Raststätte Harburger Berge. Von dort aus fuhr ich mit einem Geschäftsmann wieder nur 20km weiter zur nächsten Raste.
Hier traf ich 3 Luxemburger, alle so Mitte 20, die gerade 3 Tage in Hamburg verbracht hatten, da sich das Mädel an der Kunsthochschule persönlich vorstellen wollte.
Super lustig, der Typ rechts neben mir auf der Rückbank hat die ganze Zeit Bier, Alster, Monster Energy Drink alles durcheinander gesoffen und hatte eine ordentliche Fahne! I like :)
Das luxemburgische Trio ließ mich auf der Raste Allertal raus, wo ich nach kurzer Zeit einen älteren Herrn fand, der mich gleich mal 250km bis zum Hattenbacher Dreieck in Mittelhessen mitnahm.
Hier stieg ich nach sehr kurzer Wartezeit bei einem jungen hannoveraner Geschäftsmann ein, der mich bis nach Frankfurt mitnahm.
Von dort aus brachte mich ein junges Pärchen bis kurz vor Karlsruhe auf die Raststätte Bruchsal.
Meine 2 Kollegen 'gwonkel' und 'sn9ke' standen etwa zeitgleich auf dem hauseigenen Parkplatz in Viernheim und versuchten einen Lift zu mir auf die Raste nach Bruchsal klarzumachen.
Nach anfänglicher Wartezeit von 45 Minuten, erbarmte sich letztlich ein LKW-Fahrer die beiden bis zu meiner Raste mitzunehmen.
Ich machte in der Zwischenzeit - galant wie immer - eine Mitt-40er Hippiefrau mit Bus und Hund klar uns zu dritt gerne bis nach Basel mitzunehmen.Sie willigte ohne Probleme ein und so warteten wir noch etwa eine halbe Stunde auf der Raststätte bis sich 'gwonkel' und 'sn9ke' endlich blicken ließen.

Im Bus mit Hund!



Total tiefentspannt und gut in der Zeit liegend, fuhren wir gegen 17.30h aus Bruchsal los und wurden ca. 2 Stunden später irgendwo in Basel abgesetzt.

Da die Zeit dann doch etwas drängte, nahmen wir uns kurzerhand ein Taxi und fuhren direkt bis vor den St. Jakobs Park, das Stadion des FC Basel.
Die Eintrittskarten hatten wir bereits online erworben und so konnten wir, nachdem wir unser Gepäck abgegeben hatten, direkt rein in die Muttenzer Kurve zu den Ultras Inferno Basel.
Zu Anfang gab es auf Basler Seite erstmal eine dicke Pyroshow mit vielen Bengalen und ordentlich schwarzem Rauch.

 Die letzten Bengalos nach dem 4. Tor

Das Spiel war ebenfalls sehr gut und so konnten wir beim 4:2 Sieg vom FC Basel über den FC Zürich sogar ganze 6 Tore bestaunen.
Direkt nachdem Spiel liefen wir ein bisschen, in dem sich schnell leerenden, St.Jakobs Park herum und nahmen nach Erlaubnis eines Ordners kurz für einen Schnappschuss auf der Trainerbank platz.


Chillen auf der Trainerbank im St.Jakobs Park


Danach wurden wir von einem alten Kollegen aus Counter-Strike Zeiten abgeholt und übernachteten bei ihm zu Hause im nur 7km entfernten Grenzach-Wyhlen direkt an der Deutsch/Schweizer-Grenze.

7. April 2014

EPT Wien: The Aftermath

So die EPT Wien ist nun ein paar Tage her und wir haben uns nochmal ordentlich Zeit genommen euch mit einem zuckersüßen Fazit zu verwöhnen.

snook|Ramzes:
"Erstmal muss ich sagen, Spitzenapartment in Bombenlage, besonders nach dem Feintuning mit Alu-Folie wirklich unübertroffen! Danke an dieser Stelle an mich als Bookingmachine!
Wie bereits in meinen vorherigen Beiträgen angeklungen sein durfte, waren die Games ziemlich daneben. Ich war ja nun schon auf einigen EPT's und war mir daher durchaus bewusst, dass die Cashgames auf jenen Events verglichen mit den normalen Casinogames doch recht solide und zeitweilen tough sind. Dementsprechend habe ich auch für die EPT Wien nicht sonderlich viel erwartet und wurde aber erstaunlicherweise trotzdem noch enttäuscht.
Es liefen eigentlich immer so 6-8 2/5€-Tische, die nicht wirklich tough, meistens recht solide/nitty und ab und zu auch mal recht soft waren. Leider liefen meist nur 2-4 5/10€-Tische, die schon deutlich tougher waren, sogar ziemlich oft bestückt mit mehreren guten Online-Midstakes-Regulars und keinem einzigen Fisch.
10/20€ und höher lief meistens nur jeweils ein einziger Tisch mit einigen Sickos und nahezu nie wirklich richtigen Fischen.
Wie ihr seht, nicht sonderlich lohnenswerte Games... Dazu kam dann auch noch, dass ich irgendwie gar nicht so richtig im Livepokerflow war und auch mindestens 2 Tage der gesamten Woche nicht wirklich gut gespielt habe. Meine geposteten Hände sind natürlich nicht völlig missplayed oder totaler Schwachsinn, aber das kann ich normal schon besser. :)
Für die EPT's in der Zukunft muss man definitiv sehr gut selecten um auf diesen Events noch ansatzweise profitable Cashgames vorzufinden.
Fernab der Pokerei will ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei 'CptKaracho' und 'Michael M.' für die wirklich tolle Woche bedanken. Ohne euch wäre ich bei den hässlichen Games wohl schon nach 2 Tagen Amok gelaufen :-P
Ich hatte wirklich extrem viel Spaß mit euch und werde gerne an die gemeinsame Zeit zurückdenken."



CptKaracho:
"Mein Fazit für diese Woche? Gemischt!!!!! Wie aus meinem letzten Beitrag schon zu lesen war, war das Beisammensein mit 'snook|Ramzes' und 'Michael M.' natürlich ne klasse Geschichte. Haben wieder sehr viel gelacht und neben dem Pokern sehr viel Spaß gehabt. Also ich könnte genauso gut auch mit den beiden nach Meppen fahren und hätte sicher genauso viel Spaß. Nun zur pokertechnischen Seite: Positiv am CCC finde ich natürlich die Größe des Raumes und das große Angebot an verschiedenen Cashgametischen im unteren Limitbereich. Wenn die Bude schön voll ist, kann man schön Tische selektieren und nach Fischen Ausschau halten. Auch das Essen hat auf jeden Fall Restaurantqualität und ist sicher immer weiter zu empfehlen. Die Dealer, die dort arbeiten, sind zwar chronisch unterbezahlt, (jeder Dealer muss 14€ /Std Tischmiete bezahlen) jedoch arbeiteten alle auf einem Topniveau. Selten sind Fehler aufgetreten, die aber dann eher von menschlicher Natur waren. Kompetenzmängel konnte ich hier nicht erkennen. Eher schlecht fand ich die Raucherei in dem Teil. (Und ich kann wirklich kaum glauben, dass ich das hier selber schreibe, da ich ja nun auch Jahre lang Raucher war. Wer auch Nichtraucher werden will, kann gerne hier mal reinschauen hehehe http://www.e-zigarette-onlineshop.de/) Nee ganz ehrlich, 7 Tage lang vollgeknarzt zu werden ist schon ganz schön kacke. Das geht dann doch irgendwann an die Substanz. Auch eher schlecht fand ich das Rake und den dazugehörigen Abzug für die Jackpots  Das Rake ist im CCC nicht auf einen festen Prozentsatz definiert, sondern nach Höhe des Pottes gestaffelt. Im Unteren Bereich z.b. bei 31€ wurden dann einfach mal 3€ Rake rausgenommen Plus 1€ für die Jackpots. Bei 1/1€ und 1/2€ ist es dann doch eher schwierig das Rake zu schlagen, wenn der Tisch nicht ausreichend schwach besetzt ist. Zu Zeiten an denen kein großes Turnier in Wien stattfindet, kann man das sicher gut schaffen, da 'snook|Ramzes' und ich vor 3 Jahren schon einmal in Wien waren und dort gepokert haben und das Pokerniveau für ziemlich schlecht befanden. Auch diese Rakebackgeschichte mit den Umschlägen für gesammelte Stunden war im CCC auch nur eine Ausnahmeaktion und wird nicht ganzjährig betrieben. Somit muss man tatsächlich sagen, dass es sich nicht wirklich lohnt, nur für das Cashgame nach Wien zu fahren. In Hamburg kann man nun wirklich jeden Tag an jeder Ecke auf den Limits 1/1€ und 1/2€ daddeln bei denen das Rake ähnlich ist. 5% bei 20€ Cap + Getränke frei ist fast schon besser als das Rake im CCC. Somit lohnt es sich eher nach Wien zu kommen, wenn hier wieder ein größeres Turnier stattfindet an dem man dann auch teilnimmt. Bis zur nächsten Pokertour. Euer CptKaracho"



Michael M.:
"Mein Resümee der Woche in Wien: Die 7 Tage liefen ganz gut. Wie sagte 'snook|Ramzes' mehrmals in dieser Woche "Einmal so einen Run haben wie Michael!!" Also bis auf die letzte Hand haben alle meine Blätter gehalten und meine Bankroll aufgestockt. Im Vergleich zu Vegas jedoch muss ich sagen, war das Spiel deutlich tougher. Man merkte gerade zu vorangeschrittener Stunde, dass das Spielerneveau dank der EPT deutlich anstieg.
Auch die Rakestruktur + der jeweilige Euro für den Jackpot machten es nicht gerade leichter Winningplayer zu werden, als Beispiel bei einem 31 Euro-Pott wurden 3 Euro Rake + 1 Euro Jackpot herausgenommen.
Als Fazit nehme ich viele neue Erkentnisse gerade dank der ausführlichen morgendlichen Handreview-Analyse mit 'snook|Ramzes' und ja auch ein paar Euroren mit.

... und wenn mal wieder solch ein Event ansteht, bin ich auf jeden Fall wieder dabei."

29. März 2014

EPT Wien Tag VII: Tag der Autogramme!

Für den letzten Tag gibt es wieder mal keinen großartigen Prolog, wir stürzen euch ungebremst direkt in die Action! Feuer frei!

snook|Ramzes:
"Am letzten Tag ging es nochmal mit voller Motivation schon um 14h los zur Hofburg. Ich fand relativ schnell an einem 2/5€-Tisch Platz, der zur Abwechslung auch mal sehr soft bzw. fast schon juicy war. Nachdem ich relativ schnell durch mehrere mittelgroße Pötte einen Stack up war, verlor ich leider mit AK vs. QQ beide Runs gegen einen 50bb Stack und gab so wieder die Hälfte von meinem Profit ab.
Jedoch wurde mein Tisch mit der Zeit deutlich trockener und ich nahm an einem 5/10€-Tisch mit 2 richtig weichen Spielern Platz.
In der ersten Hand, die ich spielte, hielt ich AA und wurde von einem aggressiven Spieler ge3bettet, ein Maniac-Russe am Button cold4bettet und ich gehe für 100bb all-in. Der aggressive Spieler, der mich ge3bettet hat, called und der Maniac-Russe tankfoldet.
Wir runnen twice und ich scoope beide Runs. Er wollte seine Karten nicht zeigen, hatte aber höchstwahrscheinlich AK, da das zweite Board mit Q und J runnte und er leicht fucked up über seinen Call war und meinte "Uff, I should have folded this preflop..."
Somit war ich direkt mal 1000€ im Plus. Dies sollte jedoch einige Hände später nur noch Schall und Rauch sein.
Besagter Maniac-Russe 3bettet mich nach meinem Openraise aus Earlyposition und einer der zwei Weichen coldcalled die 3bet. Ich habe AKo und calle ebenfalls nur. Der Flop kam mit A72-rainbow erstmal solid. Nun bettet der Maniac nach meinem Check relativ klein, so ca. 25% Potsize, der Weiche foldet und ich calle. Der Turn ist eine 6 in Herz und öffnet den Backdoorflushdraw. Nun pottet der Maniac nach meinem Check und ich calle mit einem ziemlich unguten Gefühl. In diesem Moment war mir aufgrund seines Sizings bewusst, dass der Turn ihn irgendwie improved haben müsste mit A7, A6, 67 oder mit einem Backdoorflushdraw.
Am River kommt auch tatsächlich der Backdoorflush mit einem Jh an. Nun bettet der Maniac nach meinem Check relativ klein mit 50% Potsize.
Da er wirklich ein Supermaniac war, callte ich auch diese Bet um mir dann Ah8h für den Backdoornutflush angucken zu dürfen.
Obwohl mir einige Leute versicherten, man könne gegen diesen Supermaniac auf diesem an sich super ungefährlichen Boardrunout Toppair mit Topkicker nicht folden, bin ich im Nachhinein nicht so super happy über meinem Rivercall.
Der Volltrottel gibt mit seinen Betsizes schon relativ heftige Tells ab, deren ich mir ingame auch bewusst war, aber dann letztlich doch nicht folden konnte.
Da sich die Weichlinge dann doch relativ schnell von diesem Tisch verpissten, stand ich auch recht schnell danach auf um die letzten Stunden unseres Pokertrips mit 'CptKaracho' im CCC zu spielen.
Hier spielte ich ne kurze Session PLO 2/2€, die ich mit 60€ Profit abschloss, bevor ich ein Seat an 'CptKaracho's Tisch frei wurde.
Wir spielten hier noch ein paar Stündchen ohne größere Ereignisse, bis wir dann nach dem Frühstück unser Alu-Apartment aufsuchten um unsere Sachen zu packen, eine letzte 1-stündige Zeitvertreibsession im CCC am 1/1€-Tisch einzulegen, bevor es dann wieder zurück nach Hamburg ging.
Ich beendete den letzten Tag nach ca. 14 Gesamtspielzeit mit einem Minus von 98€."


snook|Ramzes nach 13 Stunden Turbogrind



Michael M.:
"So letzter Tag. Er begann wie immer mit gewonnenen 130 Euro mit gelimpten QQ lol. Höhepunkt des Abends positiver Art war die "Los-Ziehung" für die gespielten Stunden Poker, quasi eine Art Rakeback. Zur Erklärung: Im CCC lief ein Stundenrennen, wer mehr als 20-50-100 Stunden im März grindet, erhält zur Belohnung einen Umschlag in dem sich Geldgutschriften in unterschiedlicher Höhe befinden. Wir hatten natürlich in dieser Woche locker unsere 50 Stunden zusammen und konnten daher aus dem Lostopf mit Geldumschlägen im Wert von 60-600 Euro ziehen. 'CptKaracho' zog als ersters und erwischte leider nur den Minimumbetrag in Höhe von 60 Euro. Dann war ich an der Reihe und wie es sich gehörte für den "Goodrun" diese Woche, zog ich 150 Euro lol. Natürlich teilten wir die beiden Geldgutschriften schön brüderlich unter uns auf. Nettes Rakeback für eine Woche grinden. Höhepunkt der negativen Art war meine letzte große Hand der Woche: Ich saß UTG und callte mal wieder mit KK in einem Straddlepot. Direkt nach mir kam das Raise auf 18 Euro. Wie immer also. Es callten noch 4 weitere, so dass bereits 80€ im Pot waren. Ich limp/raiste nun auf 115 Euro und der spieler hinter mir callte nach sehr langer Überlegungszeit. Die anderen Spieler foldeten und das board kam T 9 4 gut für mich runter. All in - Call von ihm mit 94 Euro behind. Der Turn war eine 2 und als letzte Karte kam eine 8. Er zeigte QJ und riverte somit die Straight. Kann halt nicht immer halten... Da ich eh im Begriff war zu gehen, nutzte ich auch diese Hand um direkt danach mit einem Restplus von 35€ zu quitten und machte mich um 23.00 uhr auf in unser Aluapartment. Da mein Flug am Mittwoch schon sehr früh morgens ging, wollte ich heute mal früher ins Bett."


CptKaracho:
"Letzter Tag! Noch einmal richtig angreifen!!!! Wenn es jetzt nicht mal wieder richtig hinhaut hat sich geldtechnisch die Reise hierhin nicht gelohnt. Dann war der Trip nach Wien nur wegen des Zusammenseins mit 'snook|Ramzes' und 'Michael' und dem Wiedertreffen mit Wolfgang ne geile Sache. Die Stunden des Beisammenseins vor und nach jeder Pokersession sind einfach nicht mit Gold aufzuwiegen gewesen. So langsam fühlte ich mich aufgrund der hohen Stundenspielzeit ziemlich matschig. Irgendwie konnte ich mich an diesem Abend nicht mehr vollständig auf das Spiel fokussieren, obwohl ich zwischenzeitlich einen guten Boost hatte und 2 mal komplette Stacks abräumen konnte ging die Kohle dann doch wieder flöten für zu viele schlechte Calls auf Flop oder Turn mit Aufgabe der Hände auf Turn oder River. Nun wurde es jedoch Zeit die erste Unterschrift zu leisten. Michi und Ich gingen zum Floorman um unser Rakeback für die gesammelten Stunden abzuholen. Für 50 geleistete Stunden im CCC konnte man dann einen Briefumschlag ziehen und wurde dann mit min. 60€ und Max. 600€ ENTSCHÄDIGT!!!! Ich zog, wie zu erwarten, den 60er und Michi, wie zu erwarten, natürlich einen höheren Betrag. Junge, Junge, wie rennt er denn? 150€ stand auf seinem Zettel. Zum Glück haben wir geteilt und somit konnte ich weitere 40€ mein Eigen nennen. Schnell noch eine Unterschrift abgegeben, und weiter gings. Es plätscherte alles so dahin, bis dann gegen 3h morgens der gute 'snook|Ramzes' im CCC auftauchte und sich dann nach einiger Wartezeit an meinen Tisch setzte: Ich halte JT in Karo auf MP und eröffne das Spiel mit??????? natürlich einem Raise. Der Spieler direkt nach mir callt das Ding und wir sehen den schönsten Flop den man sich nur wünschen kann. !!!!Q98 in Karo!!!! “LABER NICHT!!!“ dachte ich (und ich hasse es, wenn snook|Ramzes das andauernd sagt). Da liegt er, der Straight Flush, direkt gefloppt, jetzt bloß nicht an die Wand mit den Jackpotinfos für die Straight-Flushes schauen, vielleicht geht ja noch was? 'snook|Ramzes' war immer noch damit beschäftigt seine Chips aus dem Rucksack zu fummeln und bekam nix mit. Ich checkte natürlich und der Spieler hinter mir bettete ca. 2/3 Pottgröße rein. Ich konnte beruhigt callen und hoffen, dass ihm die Turnkarte noch irgendwie helfen konnte. Vielleicht hat er ja sogar ein Karo Ass auf der Hand? Turn brachte eine weitere Karo 4. Check zu ihm, check behind. Hmmm, trappt er mich jetzt? River blankt. Nun will ich auch mal was setzen ich haue 40€ rein und er raist mich tatsächlich auf 80€. Juhuuuu, All in !!! Alles auf Risiko!!!! Er callt mich und zeigt sein Karo Ass und ich vergesse tatsächlich zu sagen „Reicht nicht!!!“ Nachdem die ganze Aufregung langsam verflog, kam dann auch endlich der Floorman zu mir und überreichte mir 250€ für den Highand-Jackpot. Zack, nächste Unterschrift. Dann kam auch schon das Frühstück an den Tisch und wir beendeten nach Vernichtung der Semmeln die Session und machten uns auf dem Weg ins Alu-Apartment. Nach einer Stunde Schlaf checkten wir dann frisch und ausgeruht aus dem Apartment aus und machten uns auf dem Weg zum Flughafen. Abflug 14:55, aktuelle Zeit 11:30, CCC liegt direkt auf dem Weg. Also noch mal dahin, Zeit verplempern. Beide an 1/1 Tisch gesetzt an dem aber wirklich gar nix lief, außer............ noch ne Unterschrift abgeben. Ja ich floppte doch tatsächlich wieder einen Straightflush. Wie langweilig, gähn. Keine Action seitens der Spieler, dafür war aber noch mal eine weitere Unterschrift fällig und ich erhielt im Gegenzug dafür die 100€ für den zweiten Jackpot. Vielen dank Herr Floorman." 


Concord Card Casino Simmering (inside)




Final Results:

snook|Ramzes: - 1600€ (Playtime 37,5h)

Michael M.: + 1295€ (Playtime 56,5h)


CptKaracho: + 620€ (Playtime 68h)