30. Juli 2012

Juicy Cashgames!? Bekloppte Italiener!? - Öh NÖÖÖ!

So dann will ich mich auch direkt den Cashgames bzw. meinen ersten Sessions hier in San Remo widmen.
Ich kam wie gesagt so gegen 21h im Hotel an, duschte kurz und schon gings auch los ins Casino.


                                          Blick aus dem Hotel auf das Meer



Hier lief gerade noch das Main-Event der IPT mit etlichen Tischen. Ich ging aber sofort zum Cashgame in einen Nebenraum, wo lediglich 5 Tische liefen. Zwei davon mit Blinds von 10/20€ und der Rest mit 5/10€. Ich ließ mich für 5/10€ auf die Warteliste schreiben und hing ein bisschen herum.
In der Zwischenzeit unterhielt ich mich mit einem Belgier, der mich direkt darauf aufmerksam machte, dass die Cashgames hier nicht sonderlich fischig seien und er bereits in Cannes vor einigen Tagen viel bessere Games gehabt hätte. Da ist allerdings der Rake durch staatliche Regulierung auf 4% und no Cap festgesetzt, also kurzum nicht besonders niedrig.
Nach kurzem Smalltalk bekam ich dann auch endlich einen Platz am Tisch. Der Tisch war wieder einmal, wie der Belgier bereits prophezeite, nicht sehr fischig. So saßen zwar zwei etwas loosere schlecht spielende Italiener am Tisch, ansonsten aber einige gute Regs, zwei davon aus Polen und zwei davon aus Schweden, die jeweils extra zum Cashgame spielen während der IPT-Turnierserie angereist waren.
Diesmal war ich auch nicht ganz so kartentot, so bekam ich öfter mal Pockets die ich gut auf Setvalue mitcallen konnte, jedoch nie hitten konnte und immer aufgeben musste.
Bis ich dann irgendwann 99 bekam und ein Openraise eines etwas looseren Spielers aus früher Position callte, neben mir waren noch 2 weitere Spieler im Pot u.a. ein Asiate der direkt hinter mir saß. Der Flop kam 766 mit Flushdraw runter und der initial Openraiser sowie der BB checken, ich bette sofort und der Asiate hinter mir called wie auch der Preflopraiser. Der Turn zeigt eine weitere 7, der Openraiser checkt, ich beschließe auch zu checken und der Asiate bettet in Position. Wir beide folden, weil er wohl obv. ne 7 hatte und nun gefulled hat.
Generell lässt sich an diesem Tisch deutlich bemerken, dass die Italiener im Vergleich zur typischen mitteleuropäischen "Livepoker-Callingstation" wesentlich aggressiver sind und hier wirklich jeder busted draw am River geblufft wird. Was definitiv ein gutes Play ist, welches man sonst in deutschen bzw. österreichischen Casinos eher selten beobachten kann.
Einige Hände später habe ich AJo und openraise aus früher Position, der Asiate hinter mir called und noch ein weiterer Spieler called. Der Flop kommt Ac 5c 9h und ich contibette gegen die beiden. Der Asiate called und der andere foldet, der Turn zeigt eine weitere 9 und steige auf check/call um mit der Intention den Asiaten bluffen zu lassen.
Am River kommt eine 7 und der Flushdraw missed, ich checke erneut zu ihm und er bettet direkt Potsize. Ich überlege ewig und calle weil ich mir dachte TROLOLOL er hat bestimmt den missed Flushdraw oder halt 9x für Trips, was im Nachhinein dann doch definitiv ein schlechter Call war, da er mir natürlich 9Ts unter die Nase reibt und aus seinem nackten Middlepair am Flop direkt mal Trips am Turn gehittet hat.
Danach läuft absolut gar nichts mehr und ich blinde wie schon die ganze letzte Woche einfach nur noch runter, um 2h werden dann die letzten drei Hände angesagt und so ist relativ früh Feierabend.
Die Session beende ich dann letztlich mit einem Minus von 975€. Insgesamt einfach wieder ein sehr unzufriedenstellendes Bild in Bezug auf die Tische, ziemlich viele solide Regs, die alle mehr oder weniger wissen was sie da tun und kaum Fische in Sicht. Wir sind doch hier in Italien man, ich dachte die raffen alle nichts!?!?!

                                           Zitronenbäume (ganz rechts) am Hotel



Den nächsten Tag komme ich schon relativ früh am Abend ins Casino und dachte den Belgier von gestern erneut entdeckt zu haben und sprach ihn auch direkt an. Jedoch stellte sich raus, dass es gar nicht der Belgier war, sondern ein deutscher Turnierreg namens Kai aus Ulm, der ihm einfach nur verdammt ähnlich sah. Wir kamen auch direkt ins Gespräch und unterhielten uns über Gott und die Welt. Kai ist ebenfalls alleine hier und hat das Mainevent mitgespielt, woraus er aber nun bereits busted war.
Wir beschließen uns zusammen an einen Cashgametisch zu setzen und ein bisschen zu spielen. Aber surprise, surprise, sitzen wieder die gleichen Nasen aus Polen und Schweden an den Tischen und unser Tisch ist wieder mal so trocken, dass ich wünschte mein Arschloch würde es dem Tisch nach dem ein oder anderen feuchten Furz gleichtun...
Somit leavten wir total genervt nach knapp 2 Stunden, Kai mit einem Minus von 350€ und ich mit einem Minus von 96€.
Danach trafen wir vor dem Casino zwei Ungarn aus Budapest, die Kai schon vorher im Turnier kennengelernt hatte. Die beiden sprachen perfekt deutsch und haben ebenfalls im Mainevent mitgespielt, sind aber leider auch ziemlich früh gebusted.
Somit beschlossen wir erstmal Pizza essen zu gehen und danach schleiften uns die beiden Ungarn in einen Stripclub.
Ich wusste im Vorfeld gar nicht darüber bescheid, als ich dann drin angekommen war, sah ich bereits das Malheur, überall leicht bekleidete Frauen am rumhocken und eine die sich an einer Stange verausgabte.
Malheur deshalb, weil ich genau diese Scheiße schon zwei mal auf der Reeperbahn erlebt hab, dass die Frauen dann dick was ausgegeben haben wollen bzw. man sonst einfach schnell wieder rausgeschmissen wird.
Kurz gesagt extreme Geldverbrennerei. Der Eintritt kostete 10€ und darin enthalten war ein Freigetränk, ich bestellte als bodenständiger Typ natürlich einfach ein Becks. Nach und nach kamen dann auch Frauen und setzen sich neben uns um uns vollzulabern. Meine hatte leider eher Pech im Gesicht und konnte auch nicht mal englisch, darüberhinaus war ich halt eh genervt von dieser Abzocke und so kam kein Gespräch zu Stande. Die Ungarn und Kai hingegen schienen sich prächtig zu amüsieren und ihren Spaß zu haben, ich machte denen aber sofort klar, dass ich mich direkt wieder verpisse nachdem ich mein Bierchen leer hab und da sicher keine Lady auch nur auf irgendwas einladen würde.
Dies verstanden alle und gerade als ich mich vom Acker machen wollte, kam auch schon die Cheffin und brachte eine dicke Flasche Champagner in einem für Sekt typischen Eistopf und zündete dazu ein Tischfeuerwerk an.
Da war es passiert und ich sah zu, dass ich so schnell wie möglich aus dem Laden rauskam. Schön einmal das Beck's gehittet und direkt gerunned! :) Ich ging danach die paar Schritte rüber ins Casino und unterhielt mich mit den Polen über die Games in Monte Carlo. Sie erzählten mir, dass dort 40€/hourly geraked würde und nicht mal täglich ein Tisch zusammenkäme bzw. wenn dann auch sehr spät starten würde und auch um 3h morgens Schluss sei. Hört sich kurz gesagt eher nicht so prickelnd an und von daher kann ich mir das dann wohl auch sparen des Pokerns wegen nach Monte Carlo zu fahren.
Kurz danach machte ich mich dann auch auf den Weg zum Hotel, da ich mich mit Kai für den nächsten Tag am Strand verabredete hatte und erstmal ausschlafen wollte.


                                                Kai und ich mitten in San Remo




Standings nach Session VIII:

Playtime 30h - Result: -2815€

29. Juli 2012

Sanremo here we go!

Heyho ihr Read0rZ,

eigentlich wollte ich mal wieder früh aufstehen und halt möglichst früh aus Baden los... aber ihr kennt das Problem ja bereits, irgendwie dann doch erst so um 11h aufgestanden noch die paar Franken die mir nach meinem phänomenalen Run im Cashgame ( !!! ACHTUNG !!! an dieser Stelle wird das rhetorische Stilmittel IRONIE verwendet!!!) blieben, umgetauscht und dann mitm Bus ein paar Minuten zur Autobahn gefahren.
Dort postierte ich mich dann fachgerecht an einer Ampel und gleich in der zweiten Rotphase wurde ich ein paar Kilometer von einem Kubaner, der aussah wie Bob Marley und einer Schweizerin mitgenommen. Wir konnten aufgrund der Kürze der Zeit nicht viel reden, aber somit war ich schonmal direkt auf der Raste in Richtung Zürich.
Dort bot mir eine ältere Frau dann mehrmals an mich irgendwie bis zum Zürichsee mitzunehmen und da abzusetzen, weil hier auf dieser Raste irgendwie niemand nach Luzern fährt, ich waynte sie nur kurz an und zog von dannen. Natürlich war ich hier auf der richtigen Seite, ich trampe ja nicht zum ersten Mal, na gut zum zweiten Mal, aber was solls!
Kurz darauf, seh ich ein Wohnmobil mit Dortmunder Kennzeichen wohl zu einem etwas dickeren mittelaltem Mann gehörend dort rumstehen. Nach kurzer Plauderei kam raus, dass dieser Mann den Gotthardpass rauffahren wollte, was mich ca. 150km weiter südlich gespühlt hätte. Jedoch gab er mir zögerlich zu verstehen, dass er niemanden mitnähme.
Da wollte ich erst schon den Sven auspacken, doch ich entschied mich dann doch lieber den Pan zu machen. Zähne klappern um die Kälte vorzutäuschen, war bei 28°C keine sonderlich gute Idee, so log ich ihm dreist ins Gesicht, dass ich schon seit 2 Stunden hier warten würde und irgendwie nicht wegkäme. Dabei waren es gerade mal 10-15 Minuten.
Letztlich erkannte er dann doch das Gute in mir und nahm mich mit. Er war bisher seit 2 Wochen alleine mit dem Wohnmobil im Schwarzwald unterwegs und macht wohl generell öfter mal gemütliche Touren mit dem Wohnmobil alleine. Wir fuhren die wieder mal sehr schöne Strecke durch die Hochschweiz umgeben von 2500m hohen Bergen und azurblauen Seen. Ganz besonders beeindruckt hat uns der Vierwaldstädter See, definitiv ein super Urlaubstipp! Ansonsten bestach er die typische offene Ruhrpottmentalität. I like!
Dann stieg ich direkt vor dem Gotthardtunnel aus und wirklich nach nur 30 Sekunden bei einem Mitt50er Herren ein, der aus Zürich stammt und seine Freundin in Lugano übers Wochenende besuchen wollte. Perfekt, so fuhr ich mit ihm bis in die Südschweiz nach Bellinzona.
Dort auf der Raste ausgestiegen, waren viele Holländer und auch einige Deutsche zu sehen. Ich ging zu einem Auto mit HH-Kennzeichen, was leider nur ein gemietetes Auto von Europcar war. Aber egal, drinnen saß eine 3-köpfige chinesische Familie, die englisch mit mir sprachen. Es kam irgendwie erst zu dem üblichen Ausredengelaber bis sich dann herausstellte, dass sie nach Nizza wollten. Ich krieg die Tür nicht zu... das wär der 400km Direktlift nach Sanremo gewesen. Jedoch ließ der Vater störrisch den Motor an mit der Begründung, dass sie keine Zeit hätten und auch nicht mehr stoppen würden vor Nizza. Ich antwortete frech, dass auch ich EXTREM unter Zeitdruck stehe und mir das gerade recht kommt direkt nach Sanremo zu brausen. Jedoch ließ das dumme Schwein nicht mit sich reden und fuhr davon.
Kurz darauf sprach ich eine Mitt50erin aus Bielefeld an. Sie war auf dem Weg in die Toskana zu ihrem Bauernhof. Dazu war sie noch Sonderpädagogin und so hatten wir eine Menge auszutauschen und insgesamt eine sehr nette Fahrt. Auf der Tangente um Mailand herum stieg ich dann aus und postwended bei einem Mitt40er Züricher ein, der nach Savona auf die Fähre nach Korsika wollte.
Auch ein extrem netter und freundlicher Typ mit dem man sich hervorragend unterhalten konnte. Ich beschloss dann auf der letzten Raste vor Savona unten an der Riviera in der Nähe von Genua auszusteigen und shavte kurz darauf meinen finalen Lift nach Sanremo.
Hier handelte es sich um ein Pärchen, jedoch konnte nur der Mann englisch. Er erzählte viel von seinem Medizinstudium in Genua und dass er nun als Pathologe arbeiten würde.
Wie es der Zufall will, wohnen die beiden ca. 200m von meinem Hotel entfernt mitten in der City von Sanremo. Somit setzten sie mich auch direkt vor der Hoteltür ab und ich erreichte nach knapp 9 Stunden und etwa 600 zurückgelegten Kilometern Sanremo!

Den genauen Bericht über die ersten Sessions in Sanremo gibts dann morgen, das würde den Post glaub ich etwas zu lang machen!

26. Juli 2012

Arrivederci Baden - Benvenuto Sanremo!

Tach Atzen,

wie ihr der Überschrift bereits entnehmen könnt, beende ich meinen Aufenthalt in Baden vorzeitig. Die Games hier sind einfach dermaßen beschissen, dass ich es einfach nicht länger aushalten kann. Die Pokerspieler sind einfach extrem solide. Gestern Abend saßen zum wiederholten Male zwei gute Regulars an meinem Tisch, die die CAPT (Casino Austria Poker Tour) in Bad Velden gespielt haben und sich die ganze Zeit über die schweizer Profis Ronny Kaiser und Anton Allemann unterhielten. Kurzum könnte man die Tische hier so charakterisieren: 2 gute Regs, 2 absolute Rocks, 2 Nits, und 3 Semifische/loosere Spieler & ich eben noch dazu als totaler Koi-Karpfen! :)
Generell ist es wahrscheinlich für ein No Limit 1000-Game sogar noch relativ annehmbar, aber dadurch dass der Tisch 10-handed ist, wird es eben noch ein Stück tighter.
Was außerdem noch gegen Baden spricht sind die täglichen 10CHF als Eintritt und dass der Tisch immer erst um 20.30h startet.
Somit habe ich kurzum beschlossen, bereits am Freitag nach Sanremo weiter zu fahren, da laufen an diesem Wochenende sogar die letzten paar Tage der IPT (Italian Poker Tour) und somit sollte gerade jetzt durchgehend gute Cashgameaction sein.

Meine gestrige Session lief etwas besser als die vorherigen und so war ich am Ende etwa 280CHF im Plus.
Ich war diesmal nicht ganz so kartentot wie die Tage zuvor, jedoch auch nicht mit übermäßigem Kartenglück übersäht. Nachdem ich durch ein paar kleinere verlorene Pötte bereits wieder ins Minus gerutscht war, öffnete ich aus MP3 mit KJo und bekam 2 Caller (BU & BB). Der Flop kommt As Js 3c, der Spieler im BB checkt und ich checke ebenfalls. Der BU bettet klein, der BB foldet und ich calle. Der Turn zeigt den J of Clubs und ich beschließe den Turn zu check/raisen, da mein Gegner bisher sehr cally drauf war.
Er bettet 120CHF und ich raise auf 350CHF, eigentlich ein obv. Fold für ihn, da ich hier immer Trips halte, dehalb wollte ich auch nicht unbedingt groß raisen.
Er zögert kurz und called dann. Der River komplettiert den Spades-Flushdraw mit einer 4, so ziemlich die beschissenste Karte ever, deshalb beschließe ich zu checken. Er checkt snap behind und zeigt Ac2c für TP und den missed club-Flushdraw.
Puuuh, endlich mal Glück gehabt und einen fast 4-digit Pot gewonnen.
Danach limpe ich 66 nach mehreren Limpern am CO mit und der Flop zeigt direkt 866 - 4 of a Kind aka. QUARZ diGGa!!!
Ein eher schlechterer Spieler donkt auch sofort aus früher Position in den Pot, ich calle natürlich ganz relaxed :) Alle anderen folden leider, am Turn kommt ein A und nun bettet er 40CHF, ich frage ihn schelmisch: "Na, hast du etwa ne 6?" Er zuckt mit den Schultern und sagt: "Vielleicht!" Ich dachte mir sofort: "ROFL LOL WTF Kartendeck gerigged mit fünf 6en drin oder wh00t?" und antwortete ihm dann ganz trocken: "Ich glaube nicht dass du eine 6 hast, ich raise mal auf 80 CHF um zu gucken ob du eine hast oder nicht." Er snapcalled mein Minraise! Woohoo, am River kommt eine 9 und der Flushdraw completed, er checkt zu mir und ich überlege etwas länger wieviel ich nun betten sollte. Dabei dachte ich mir, dass er durch meinen beschissenen Trashtalk evtl. etwas lighter called und wenn er den Flush hat auch definitiv ne größere Bet called. Somit entschied ich mich einfach direkt zu potten. Leider hat das dumme Schwein dann doch noch gefoldet! :(
Danach trat dann wieder die übelste Kartentotheit ein, so dass ich keine weiteren nennenswerten Pötte mehr gewinnen konnte. Ich beschloss dann so gegen 2h, den wieder sehr stark ausgetrockneten Tisch zu verlassen.
Heute Nachmittag habe ich zum Abschluss noch eine kleine Sightseeingtour gemacht, damit der kulturelle Aspekt neben der Pokerei nicht ganz auf der Strecke bleibt. Dabei habe ich auch ein paar sehenswerte Fotos für euch geschossen. Heute Abend gehts dann zum Abschluss nochmal ins Casino bevor ich morgen früh den Asphalt auf dem Weg nach Sanremo zum brennen bringe!

                                                           Burgruine Baden



Blick von der Burgruine auf die Stadt


Badener Innenstadt



Grand Casino Baden



***   UPDATE   ***


Der letzte Cashgameabend in Baden ist schnell erzählt: Quasi noch kartentoter (wenn es davon überhaupt eine Steigerung gibt) als die Abende zuvor, keine Pötte gewonnen, Session nach 3,5 Stunden folden bis die Finger bluten total genervt gequitted. Am heutigen Abend setzte sich das Niveau im Vergleich zu den Vortagen nochmal übertrieben die Krone auf und so waren diesmal gleich 4 wirklich gute Regulars an meinem Tisch und kein einziger Fish.
Es ist einfach absolut unmöglich von diesen Leuten an einem 10-handed Tisch Geld zu gewinnen ohne größeres Setup, von daher verwundert es auch wenig, dass ich auch diese Session mit einem Minus von 330CHF abgeschlossen habe. Baden ist pokertechnisch wirklich das absolut unprofitabelste was man sich auf dieser Welt vorstellen kann, dagegen war Macau mit seinen Super-ROFL-LOL-Nit-Regulars das Paradies. FUCK OFF BADEN - ehrlich!



Standings nach Session VI:

Playtime 26h - Result: -1744€

25. Juli 2012

Feuer frei für Etappe Zwei!

Zum Abschluss nochmal schön bis 14h gepennt und dann von 'sn9ke' auf den Parkplatz fahren lassen, wo er mich am Freitag auch eingesammelt hat. Nach kurzer Wartezeit von ca. 15 Minuten wurde ich dann von zwei älteren Herren nur einige Kilometer weiter bei Hockenheim auf einer Raststätte rausgesetzt.
Diese Raststätte befindet sich wirklich direkt gegenüber des bekannten Hockenheimrings, die Haupttribüne der Start- und Zielgeraden wird von der Raste nur durch die Autobahn getrennt. Wo zwei Tage zuvor beim großen Preis von Deutschland noch die Pneus für ohrenbetäubenden Lärm gesorgt haben, stand ich nun auf der Raste. Ich wollte für euch noch ein Foto schießen, aber ich erwischte 2 Minuten später direkt den nächsten Lift bis nach Freiburg, so dass mir für das Foto leider wirklich gar keine Zeit blieb.
Mit einem einzelnen Mann also bis nach Freiburg gedüst, stieg ich auf der nächsten Raste bei einem Mann ein , der ursprünglich aus London stammt, mit einer Frau aus Berlin verheiratet ist und aktuell in Leipzig wohnt. Da die gesamte Familie bis vor kurzem noch in der Nähe von Lyon gewohnt hat, war er gerade mit einem Sixt-Sprinter eben dorthin unterwegs um die letzten Umzugssachen nach Leipzig zu fahren.
Da er aber in Richtung Bern in die Westschweiz und ich in Richtung Zürich weiter musste, entschloss ich mich auf einer Raste direkt hinter Basel auszusteigen und von dort aus die letzten verbliebenen 60km nach Baden in Angriff zu nehmen.
Nach kurzer Zeit fuhr ich dann auch schon bei einem jungen schweizer Pärchen mit, die den Tag über im Europapark in Rust waren. So kam ich exakt 4 Stunden und 15 Minuten, nachdem ich den Parkplatz bei Viernheim verlassen hatte in Baden an. Sie setzten mich netterweise direkt in Baden ab und so musste ich mit dem Bus nur noch einige Stationen zum Bahnhof fahren, in dessen unmittelbarer Nähe sich meine Couchsurfing-Location befindet.
Nach kurzer Wartezeit nahm mich Linda, meine Hosterin, dann auch in Empfang und wir tranken noch gemütlich ein Bierchen auf der Terrasse ehe sie sich wieder auf den Weg in ihre neue Wohnung machte. Ich wohne hier gerade alleine in einer 3,5 Zimmer-Wohnung, die sie bis vor kurzem noch zusammen mit ihrem Freund bewohnt hat. Nun sind die beiden aber in einen Nachbarort in eine neue Wohnung umgezogen und deshalb steht eben diese Wohnung bis zum Monatsende leer und ich darf hier ungestört mein Unwesen treiben.
Dann wurde es aber auch endlich Zeit die Pokeraction auszuchecken, so machte ich mich dann gegen 23h auf ins Grand Casino Baden, was nur etwa 5 Minuten zu Fuß entfernt ist.
Ich fand auch sofort an einem 5/10CHF-Tisch Platz, der inkl. mir dann mit 10 Personen vollbesetzt war.
Es ließen sich zu Anfang keine wirklichen Vollfische ausmachen, obwohl 4 der 10 Leute Italiener zu sein schienen. Trotz aller Klischees über pokernde Italiener, hatten diese 4 wohl leider doch schonmal etwas davon gehört, dass es nicht profitabel ist jede Hand zu spielen und der berühmte Gutshot irgendwie doch nicht jedes mal ankommt...
Nach kurzer Zeit kristallisierte sich dann doch heraus, dass zu meiner Rechten ein dicker Karpfen Platz genommen hatte. Jedoch ein relativ unangenehmer Spieler, der superdeep, mit ca 300bb sitzend einen Monsterbluff auspackte. Er called nach seinem Openraise auch die 3bet eines ziemlich guten Regulars und ebenfalls die Cbet auf einem J83-Flop, am Turn checkt der Regular zu ihm und er bettet auf eine weitere 8 am Turn relativ groß. Der Regular called und checkt den River erneut zu ihm, welcher eine 5 zeigte. Nach längerem Überlegen shoved der Fisch dann etwa 1700CHF in einen Pot von etwa 1600CHF. Der Reg tanked ein wenig und foldet dann. Daraufhin zeigt der Fisch 64o, einfach gar nichts, keinen missed draw, einen absoluten stonecold Bluff. Er hat den Flop einfach gebluffcalled mit der Intention zu double barreln inkl. River-Overpotsize-Ship.
Gleich in meiner ersten Hand als ich im BB sitze, halte ich JTs, calle den Steal vom BU und der Flop zeigt T63-Rainbow, ich check/calle und auf dem Turn kommt eine 7, es geht check/check und auch nach dem River-King, checkt der BU behind.
Der Dealer fordert mich auf meine Karten zu zeigen, jedoch fange ich erstmal direkt an zu flamen und weise daraufhin, dass der BU als letztes gebettet hat und so auch seine Holecards zuers. Der Dealer wiederum macht mich auf die Hausregel aufmerksam, dass es hier so sei, wenn eine Setzrunde, in diesem Fall der River von beiden Spielern mit check/check gespielt wurde, ist die frühere Position als erstes dran mit Karten im Showdown zeigen.
Ich drehe halt widerwillig JTs um und gewinne die Hand.
Nur zwei Orbits später verlässt der Superfisch rechts von mir den Tisch und ähnlich wie heutzutage im Internet snap quitted der Regular ebenfalls. Als noch drei weitere Leute den Tisch leaven, sind wir nur noch 5-handed und die anderen 4 Spieler außer mir sind extrem nitty, so dass auch ich beschließe meine Session hier nach 3 Orbits und ca. 1 Stunde Spielzeit zu beenden. Nebenan läuft noch ein 5/5CHF-Tisch, der noch voll besetzt ist, jedoch gibt es hierfür eine Warteliste und ich entschließe mich dann doch so gegen 1h pennen zu gehen.
Ich beende die erste kurze Session mit einem kleinen Plus von 110CHF was aktuell etwa ~92€ entspricht.



Den nächsten Tag erstmal gediegen ausgeschlafen und danach Linda ein bisschen geholfen die Wohnung fit für die Übergabe zu machen, ging ich erstmal im Supermarkt einkaufen.
Dann noch ein bisschen gechilled und schon war es auch 20h, so dass ich mich ins Casino aufmachte. Ich kann hier bereits schonmal vorwegnehmen, dass diese Session ähnlich wie die in Bad Dürkheim extrem grauenvoll verlaufen ist.
Es ist nicht mal so, als hätte ich irgendwelche krassen Suckouts hinnehmen müssen oder ähnliches, sondern ich bin wirklich wieder mal über die gesamte Session von 7,5 Stunden sowas von extrem kartentot gewesen, dass man es sich fast nicht vorstellen kann. Es kam ungelogen vor, dass ich sage und schreibe 1,5 Stunden nichts gemacht habe, außer einfach zu folden. Und da man durch folden bekannterweise kein Geld gewinnen kann, gings natürlich mal wieder dick nach unten.
Aber der Reihe nach, nach einiger Zeit bekam ich AA und besagter aggro Fisch vom Vortag, saß links von mir und hat wieder jede Hand auf 6bb geraised. Somit musste ich den alten 1975er Trick anwenden und beschloss zu limp-raisen. Jedoch foldeten beide auf mein Limpraise.
Dann einige Hände später entschloss ich mich JTs mitzulimpen, der scheiss Fish wiederum isoraiste auf 6bb, ich callte und wir spielten einen 4 oder 5 Multiwaypot. Der Flop kam mit T63 rainbow ziemlich gut und ich entschloss mich gegen den Fish definitiv zu callen, der 100% Contibet egal wieviele Leute in der Hand waren hatte. Der Turn zeigt eine weitere 3 und ich check/calle erneut, der Fish checkt den river auf eine 7 behind und zeigt im Showdown ATo für besseres Toppair und gewinnt somit die Hand.
Da der Fisch natürlich extrem groß gebettet hat, verliere ich einfach auf 2 Streets gegen ihn mal 600 CHF, so schnell kanns gehn.
Einige Zeit später halte ich dann QQ und isoraise 2 Limper, die aber beide callen. Der Flop komt J33 mit Flushdraw, ich contibette, einer foldet, einer called. Der Turn ist eine 5, die nichts completed, ich bette erneut und ein bis dato relativ solider, tighter Inder called. Am River rolled ein weiterer J off, so dass das Board nun JJ335 ist, er bettet ungefähr 1/2 so 280 CHF in 600 CHF und ich muss natürlich folden, weil er hier so gut wie immer auf Jx unterwegs ist und nun schön gefulled hat.
Ich folde und er zeigt mir Ad2d für den missed Diamonds-Flushdraw, was natürlich auch wieder extrem unlucky ist, dass er erstens 2x mit Flushdraw called, dann so einen River hittet wo ich immer folden muss außer ich hab halt Jx. Darüberhinaus natürlich auch wieder mal ein katastrophaler Bluff von ihm, da ich nach 2 barrels wohl selbst mindestens auf Jx sitze und das definitiv einen größeren Teil meiner Range ausmacht als die 3 Overpairs, die ich halt snapfolden muss.
Aber wenns nicht läuft, kommts dann halt auch so und man wird da auch noch trotz Dummheit der Leute gefistet.
Direkt 2 Hände später halte ich TT und calle nach einem Openraise mit und wir sind 5 handed am Flop. Der Flop kommt 873, ein mittelmäßiger Spieler bettet, der Inder called und ich ebenfalls, die andern folden.
Am Turn kommt eine weitere 8 und wir checken alle drei. Der River zeigt eine T und macht mir somit das Topfullhouse. Der mittelmäßige Spieler leadet, der Inder called sehr zögerlich nach längerem Überlegen und ich stelle, den anderen Spieler für ~500CHF all-in. Beide folden und der Inder zeigt sogar seine QQ. Ist echt wirklich ein Witz dass ich da im Multiwaypot auf 873 am Flop schon wieder total crushed bin und halt durch die Freecard am Turn erst mein Fullhouse lucken muss um die beste Hand zu machen.
Danach passierte stundenlang einfach gar nichts, ich verlor wie zu erwarten mehrere kleine Pötte und gewann wirklich keinen einzigen Pot mehr.
Nach und nach trocknete das Game auch zunehmend aus, jedoch hielt ich bis zum Ende um 4h morgens durch. Die Session beendet habe ich dann letzten Endes mit 955 CHF im Minus.
Generell lässt sich sagen, dass das Game hier in Baden auch nicht allzu profitabel ist, zwar ist das Durchschnittsalter sehr hoch, aber dennoch spielt die Rentercrew extrem tight und es ist dementsprechend eben nicht viel zu holen. Absolute Vollfische, wie es sie noch in Bad Dürkheim gab, sind hier auch nicht wirklich vorhanden und gestern war sogar ein ziemlich guter Regular am Tisch, der Pokerprofi ist und zur WSOP in Las Vegas war um NL2000 Cashgames zu spielen.
Aber was will man machen, ich werd mir das hier noch ein paar Tage geben und sollte das Game nicht besser werden, kann ich mir auch gut vorstellen, hier einfach früher abzureisen.


Standings nach Session IV:


Playtime 17,5h - Result: -1703€

23. Juli 2012

On my bike... oder so ähnlich!

Der Tag fing erstmal gut an und so machten wir uns nach ein paar Pfannkuchen als Frühstück mit 'paDDy', ebenfalls einem snook-Kollegen aus früherer Zeit auf nach Darmstadt um den Auftakt der dritten Liga zwischen dem SV Darmstadt 98 und der Spvgg Unterhaching live mitzuerleben.
Schnell ne Stehplatzkarte in der Gegengerade fürn 10er gekauft und dann gings auch schon los. Der Gästeblock gefüllt mit ca. 14 Ultras aus Unterhachingen, die alle so um die 16-18 Jahre alt waren und entsprechend ihrer Anzahl nicht sehr stimmgewaltig rüberkamen. Auch von Darmstädter Seite gab es keinen durchgehenden Support, dafür des Öfteren mal laute Schlachtrufe und hitzige Pöbeleien gegen den Schiedsrichter.
Zum Spiel an sich gibts nicht so viel zu sagen, beide Abwehrreihen standen ziemlich gut gestaffelt und so gab es über die gesamten 90 Minuten auch nur 2 echte Torchancen, jeweils eine für beide Mannschaften. Dem Spielverlauf entsprechend wundert es auch niemanden, dass wir dann letztlich keine Tore bestaunen durften und das Spiel mit 0:0 ausging - übrigens das einzige 0:0 am ersten Spieltag der dritten Liga! Glück muss man haben!
Danach gingen wir noch zu dritt ein paar Schnitzel & Cordon Bleus vernichten und machten uns dann auch schon wieder auf den Weg ins Casino.
Diesmal waren wir pünktlich und konnten unsere Plätze am 5€/10€ Tisch auch direkt wahrnehmen. Der Tisch war sehr soft und es war weit und breit eigentlich kein guter Spieler in Sicht. Aus pokertechnischer Sicht ist der Abend schnell erzählt: Ich hatte meinen kartentotesten Abend seit Anbeginn der Zeit und hittete auch mit meinen starken Händen nichts, so dass absolut gar nichts zusammenlief. Ich konnte nach einem Freeplay im BB mit A5 einen Fisch auf einem 457A-Board am Turn all-in stellen und für ca. 16bb stacken. Das sollte aber auch der einzige größere Pot bleiben, den ich an diesem Abend gewinnen sollte. Dann gab es noch eine weitere interessante Hand, als ich mit AKo gegen 2 Limper isoraise und auf einem KT7-Rainbow Board 120€ in 180€ contibettete, einen Fold vom Superfish abbekam und von einem semifish geraised wurde. Wir waren ca. beide für 100bb deep und entschloss mich aufgrund meines rocky Image am Tisch natürlich zu folden. Er zeigte daraufhin völlig stolz seine Pocket 33, die er erfolgreich in einen Bluff geturned hatte und fügte noch die Aussage bei "Ich kann solche Typen nicht ab, die einfach nur 3 Hände die Stunde spielen..." Dass es vollkommen dämlich ist, mich als tightesten (kartentotesten) Spieler am Tisch noch zu bluffen, wenn ich in 2 Leute contibette, blieb ihm wohl im Verborgenen. Mein Fold ist in diesem Spot trotzdem vollkommen richtig, da ich ihn vorher noch nie hab bluffen sehen und er eher ein ziemlich callfreudiges Image besaß.
Bei 'sn9ke' lief es zu Anfang auch nicht besser, er verlor u.a. einen Flip mit AQo vs. TT, so dass er sich nach seiner Shortstackstrategy auch schon 350€ im Minus befand, bevor er dann zu späterer Stunde an den neu eröffneten 2€/4€-Tisch wechselte. Dort hielt dann ein herausragender Boost bei ihm Einzug und er kam bis zum Ende der Session wieder even. Ich hingegegen beendete die Session nach knapp 7 Stunden Playtime mit einem Minus von 1080€. Dementsprechend fuhr ich dann auch schön mit dem Fahrrad nach Hause!!

Für den nächsten und letzten Abend in der Spielbank Bad Dürkheim packte ich dann all meine Sonnenlotion ein und wollte die beschissenen Gegner nach dem gestrigen Lo$$ so richtig dick einreiben.
Vor dem Betreten des Casinos gingen wir um die Ecke erstmal lecker griechisch essen und jointen dann um 19h der Spielbank. Wie bereits vorher befürchtet fand nur das allsonntägliche Turnier mit 100€ Buy-In und leider kein zeitgleiches Cashgame statt. Sn9ke nahm am Turnier teil, ich hingegen hatte keinen Bock auf das Turnier und saß die ganze Zeit an der Rail. Eigentlich gab es vom Turnier auch keine weiteren spannenden Hände zu berichten, außer dass sn9ke irgendwann mit A8 vs. 77 reinstellte und nach geflopptem Set des Gegners als 7. ausschied. Insgesamt nahmen nur 13 Spieler am Turnier teil und 4 wurden am Ende ausbezahlt. Als sich auch einige Minuten nach Beendigung des Turniers immernoch kein Cashgametisch auftat, entschlossen wir uns gegen 22h die Spielbank zu verlassen und Feierabend zu machen. Natürlich mal wieder sehr lucky für die ganzen Cashgamefische, heute hätte ich jeden am Tisch von oben bis unten eingerieben MIT LOTION versteht sich natürlich von selbst!!!


Standings nach Session II - Playtime 9h:

'sn9ke': +108€
Ich: -1000€

21. Juli 2012

Erste Etappe bewältigt & erste Session gespielt

Dann will ich doch direkt heute am ersten Tag mal meiner Sorgfaltspflicht nachkommen und den ersten Eintrag verfassen.
Die Tramptour von Hamburg nach Viernheim (nähe Mannheim) zu 'sn9ke' verlief wie erwartet ganz entspannt. Ich kam zwar erst so gegen 11h vormittags los, obwohl ich um 10h starten wollte, aber so ist das ja dann immer irgendwie...
Egal, um 11h dann nach ein paar Minuten auch direkt weggekommen und mit einem Mann der ziemlich sicher schon 60+ war durch den Elbtunnel ab auf die erste Raste gefahren. Ein super entspannter Typ, der auch direkt mal mit ein paar Trampstories aus den 1960ern in Großbritannien aufzuwarten wusste. Jedoch dauerte der Spaß nur wenige Minuten, da ich dann wie gesagt auf der ersten Raststätte hinter Hamburg ausstieg. Hier traf ich auf ein rumänisches Pärchen, die allerdings nicht wussten wo sie genau hinfuhren, jedoch verwies mich der Mann auf seinen Kumpel, der alleine in einem 9er-Bus unterwegs war und nach Österreich wollte. Jedoch sprach dieser Mann weder Englisch noch Deutsch, sondern nur Rumänisch. Somit hatte ich die 3,5 Stunden Fahrt bis nach Mittelhessen auch meine Ruhe und konnte zwischendurch ein bisschen schlafen.
Dann ca. 50km hinter Kassel raus und direkt bei zwei Mecklenburgern aus Parchim bis nach Frankfurt mitgefahren, die auf dem Weg nach Saarbrücken waren, wo sie heute ihren neuen Job als Maurer beginnen wollten. Sie ließen sich leider nicht zu einem kleinen Umweg überreden, der mich direkt zu 'sn9ke' geführt hätte, aber nun gut.
Höhe Frankfurt auf der Raste Taunusblick raus, sah ich auch direkt 2 weibliche Tramperinnen auf der Raste stehen und wir unterhielten uns direkt angeregt. Einige Minuten später machte die eine dann einen Lift für uns 3 zusammen klar. Die beiden Ladies wollten nach Freiburg und ich halt die ca. 80km weiter nach Viernheim.
Unser Lift war ein Biologe, der in Frankfurt arbeitete und nach Hause in die Nähe von Karlsruhe wollte. Die beiden Ladies hatten gerade erst in diesem Jahr ihr Abitur bestanden und sind jetzt einfach mal nach Prag getrampt und von da aus zurück.
Obwohl die beiden noch ziemliche Trampnewbies zu sein schienen, weil ohne Atlas usw. unterwegs und morgens um 8h in Prag gestartet und für 600km dann einfach mal so ~10 Stunden gebraucht, machte ich natürlich sofort Werbung für unser nächstes Rennen nach Amsterdam. Jedoch ist eine von beiden dort leider auf einer Tramptour mit ihrem Freund auf dem Landweg nach Indien und die andere gab mir, obwohl sie eigentlich sonst echt cool war, zu verstehen, dass sie jeglicher Art von 'Tramprennen' nix abgewinnen könnte. Hat dies irgendwie begründet mit "Naja, man nimmt ja beim Trampen eher etwas, als man es gibt und dass dann noch für ein Rennen zu nutzen...blabla" Irgend ein Scheiß, der nicht mal gut begründet war, naja jedenfalls gab ich dort direkt auf mit der Werbung und einige Minuten später wurde ich dann auch schon auf dem Parkplatz rausgelassen und von meinem letzten Lift 'sn9ke' höchstpersönlich nach Bad Dürkheim ins Casino gefahren.

Durch die ganzen Staus, waren wir leider nicht pünktlich um 19h im Casino sondern erst 19.30h, was bedeutete, dass der 5€/10€-Blinds Tisch bereits ohne uns lief und auch schon randvoll besetzt war. Nun hieß es wie immer warten, wir warteten ungefähr 1,5 Stunden und nichts tat sich am Tisch, so dass wir erstmal ein paar Schritte zu Fuß in die Innenstadt gingen um einen Döner zu essen.
Jedoch gab es gute Nachrichten als wir vom Döneressen wiedergekommen waren, nun hatten sich einige andere Spieler der Warteliste an einem neuen 2€/4€-Tisch zusammengefunden, an dem auch wir beide Platz fanden.
Da 'sn9ke' ja nicht wirklich poker spielt, kaufte er sich erstmal mit Minimum Buy-In für 50€ ein, ich hingegen kaufte mich natürlich mit 100bb ein.
Ich halte in der ersten Hand KK, openraise UTG und der ganze Tisch foldet. Ich zeige total entrüstet meine Hand und frage den Tisch warum keiner Bock hatte zu callen. Schön Trashchatte FTW!!!
Nachdem ich nun davon ausging ein schönes Fishimage abgegeben zu haben, komme ich exakt 3 Hände später in meine erste große Hand.
Ein bis dato unknown player mit ca. 300€-Stack öffnet UTG, alle folden und ich calle mit AQo aus dem SB, der Flop kommt Q92-Rainbow, ich checke, er cbettet, ich calle. Am Turn kommt eine 4, ich checke, er checked behind und der River ist eine 5, die rein gar nichts completed. Ich entscheide mich 42€ in einen 46€ Pot zu leaden und nach kurzer Überlegung raised mein Gegner auf 100€. Meiner Überlegung nach, macht die einzige Hand die er so reasonable spielen könnte Pocket 55, also das geriverte Set, Sinn. Und dazu kommt noch, dass er evtl. mal auf die Idee kommt QJ oder QK zu valueraisen oder irgend nen random kack Bluff zu machen und ich da overall mit AQo für Pot Odds von 30% einfach zu gut dastehe. Ich habe dann auch gecalled und mir das geriverte Set 55 ansehen dürfen. Im Nachhinein definitiv ein Fehler, da sich der Spieler im Folgenden doch als relativ solide und ziemlich tight herausstellte. Somit sollte man einfach noch einige Reads sammeln bevor man Herocalls dieser Art auspackt - Fail an mich! Gg
Danach konnte ich ein paar mal mit guten Händen openraisen und den Pot meist nach einer Contibet gewinnen. In einer Hand 3barrelte ich mit AQ auf Q9224 noch und sammelte am River den Pot ein nachdem er gefoldet hat. Ansonsten war ich nicht weiter in große Pötte verwickelt, habe aber dennoch fast jeden kleinen Pot gewonnen, so dass ich nach zwischenzeitlichem Minus von 160€ (nach der 3. Hand mit AQo) dann doch noch insgesamt 80€ ins Plus gerutscht bin.
Von 'sn9ke' hingegen war nicht wirklich viel zu sehen außer folds, jedoch brachte auch er irgendwann seine 40€ in der Mitte unter und bekam direkt mal 4-Caller - GO FOR DA QUADDEL UP!!!
Am Flop verabschiedeten sich dann die andern zwei und nur einer bettete dick in den Pot. Das Board runnte dann nicht ganz so toll aus und war am Ende KJTQ5, so dass 'sn9ke' mit seinen AA nur einen Splitpot gegen AKo erreichen konnte. Dennoch erstmal 40€ Plus gemacht, dank der zwei andern Vögel, die auch pre auch noch seinen Ship gecalled hatten.
Dann blindete er jedoch weiter runter, bis er dann schließlich seinen Stack mit ATo in die Mitte schob und gegen ein kleineres Ax auf einem QQK97-Board mit A-high gewinnen konnte.
Leider leavten die Spieler nach und nach, so dass wir am Ende nur noch 4-handed waren. So entschlossen wir uns nach 2 Stunden Spielzeit den Tisch zu verlassen und den Abend heute früher zu beenden.
Insgesamt aber ein sehr softer Tisch, morgen gehts dann zum Fußball zum 3.Ligaauftakt, Darmstadt 98 vs. SpvGG Unterhaching und diesmal pünktlich ins Casino an den 5€/10€-Tisch.


Standings nach Session I:

'sn9ke': +108€
Ich: +80€

15. Juli 2012

Klausuren done - Pokertrip coming up!



Wie ihr der Überschrift schon entnehmen könnt, ist der beschissene Teil bewältigt und meine Pokertour steht kurz bevor. Ich hab jetzt auch in den vergangenen Tagen wieder mal ein wenig online gegrindet, jedoch ist die Action nach wie vor absolut beschissen und dementsprechend ist auch nicht so viel spannendes passiert.
Dafür steht allerdings nun der genaue Plan für die Livepoker-Tour fest. Nachdem ich bereits letztes Jahr zu zweit mit 'CptKaracho' eine Pokertour durch den süd-östlichen Teil Europas durch Kufstein-Wien-Budapest-Bratislava-Prag gemacht habe, steht dieses Jahr eine Tour durch den Süd-Westen Europas statt.
Nachdem wir letztes Mal nur insgesamt 10 Tage Zeit hatten, bin ich diesen Sommer alleine unterwegs und gönne mir gute 3 Wochen für den gesamten Trip.
Geplant ist es natürlich zu wie immer zu trampen und erstmal stehen 5 unterschiedliche Casinos fest, die angesteuert werden sollen.
Los geht's nach Bad Dürkheim, denn ganz in der Nähe wohnt 'sn9ke' mit dem ich bei snook zusammen Counter-Strike gespielt habe. Wir haben  vor ein paar Tage (so ca. 4 an der Zahl) ins Casino nach Bad Dürkheim zu fahren und die Leute mit Chips zu bewerfen!
Danach gehts weiter nach Baden in die Schweiz, genauer gesagt liegt dieses kleine Städtchen zwischen Basel und Zürich.
Hier gibt es ein wunderbares Casino, was für seine Highstakes bekannt ist. Ich habe mich in Baden für exakt 7 Tage bei einer netten Couchsurferin einquartiert, danach zieht es mich dann weiter südlich in Richtung Côte d'Azur. Hier werde ich 9 Nächte in einem netten Hotel mit Pool in Sanremo verbringen, den ganzen Tag am Strand oder am Pool liegen und Abends im örtlichen Casino Sanremo pokern. Das Casino Sanremo ist schon durch die EPTs berühmt geworden, deshalb freue ich mich natürlich dort zu spielen wo Liv Boeree, eine der heißesten Pokerspielerinnen ever, eine EPT gewonnen hat. Natürlich will ich mir die Möglichkeit nicht entgehen lassen und auch die Cashgames im nur etwa 40km entfernten Sun Casino in Monte Carlo (Monaco) auszutesten.
Danach geht es dann wieder zurück und ich werde die letzten 4 Tage in Basel bei einer anderen Couchsurferin unterkommen um den Pokertrip dort ausklingen zu lassen und zusätzlich noch einem Spiel des FC Basel im St.Jakobs-Park beizuwohnen.

Im Folgenden hab ich euch ein paar schöne Bilder der jeweiligen Casinos und die gesamte Route aufgelistet, damit ihr einen umfassenden Eindruck erhaltet.



                                                        Route Pokertrip Sommer 2012

                                          



                                                           Spielbank Bad Dürkheim

                                          http://www.casino-bad-duerkheim.de/bildergalerie_files/Kurpark-4-F8938.jpg



                                                                 Grand Casino Baden

                                          http://www.grandcasinobaden.ch/Bilder/Casino/Casino-aussen_frontal.jpg



                                                                     Casino Sanremo

                                           http://www.nadirpress.net/casino/casino_sanremo.jpg



                                                                Sun Casino Monte Carlo

                                            http://mw2.google.com/mw-panoramio/photos/medium/49166218.jpg



                                                                    Grand Casino Basel

                                             http://casino-guide.com/cms/upload/Echte%20Casinos/379912573-grand-casino-basel.9.jpg

Natürlich werde ich euch dann wie gewohnt ab nächster Woche, mit exzessivem Liveblogging und Bildern des Pokertrips versorgen. Am Freitag, den 20. Juli geht's los in Bad Dürkheim, also stay tuned Guys & wish me Luck!

8. Juli 2012

Tramptour Hamburg - Genua Teil II

So nach dem ersten Part des Tramptrips, veröffentliche ich nun mal den zweiten Part. Ich wünsche euch erneut viel Spaß beim Lesen!



Tag 1 - Teil II:


Am Rasthof Göttingen hatten wir einen relativ kurzen Aufenthalt, bis uns eine 44-jährige absolut total verrückte pseudo-intellektuelle Frau mit in Richtung Frankfurt nahm. Ich erwähne das Alter so direkt zu Beginn, da auch sie es sich nicht nehmen ließ ihr Alter (absolut untypisch für Frauen) des Öfteren zusammenhangslos zu nennen. Eben besagte Frau war gerade auf dem Weg zu ihrem Freund, der ihren Ausführungen nach exakt so aussieht wie Robbie Williams (aber natürlich…) und zudem noch über einen sehr kritischen Geist verfügt. Begründet hatte sie jene Aussage damit, dass er eine sehr kritische Einstellung besäße und alles sehr detailliert hinterfragen würde. Für sie war dies auch der Hauptgrund warum sie mit ihm zusammen sei. (Viel Spaß bei stundenlangen Diskussionen über absolute Banalitäten des Alltags… wer’s braucht..) Die Fahrt verlief sehr anstrengend für mich, weil ich den Fehler beging dem unnachahmlichen Redefluss dieser 44-Jährigen meine gesamte Aufmerksamkeit zu schenken. Wir unterhielten uns, … nee Moment, sie SIE UNTERHIELT UNS damit einfach mal zwei Stunden am Stück zu reden ohne zwischendrin auch nur einmal Luft geholt zu haben mit ihrem Fachwissen über Platon, Sokrates und andere mächtige Intellektuelle der griechischen Antike. Da Jan und ich als Studierende das intellektuelle Niveau dieser 44-Jährigen unstudierten Frau, die den neuformierten Universitätsabschluss „BACKLER“ aussprach, nicht im Ansatz mitgehen konnten, entschlossen wir uns nach einiger Zeit die Ohren auf „Durchzug“ zu stellen. Ich hatte bereits nach einer Viertelstunde eine Art Tinitus auf dem linken Ohr oder so ähnlich, jedenfalls hörte ich nur noch ein Pfeifen, eventuell könnte es aber auch die Stimme der Pseudointellektuellen gewesen sein. Who knows?  Dennoch schien sie eine sehr  toughe Person zu sein, die sehr selbstbewusst durchs Leben geht und sich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt. Verwunderlich war deshalb, dass sie uns verbat zu reden, wenn ihr Freund sie in unserem Beisein anrief um die Eifersucht in ihm nicht zu entfachen. Sonst hätte sie wieder stundenlange Diskussionen warum sie zwei männliche Tramper mitgenommen hätte usw.
Nach guten zwei Stunden Fahrt war diese Qual für unsere doch so unschuldigen Ohren vorbei und wir flohen in der Nähe von Frankfurt auf einer Raststätte regelrecht aus ihrem Auto und hatten erst einmal genug damit zu tun die zwei Frikadellen und die drei Brötchen, die sie uns während der Fahrt an beide Wangen gelabert hatte, aufzuessen.
Sie bat uns sogar noch an einen Kaffee mit ihr zu trinken – UM HIMMELSWILLEN – wir wollten doch nur unsere Ruhe haben!!
Gut gesättigt von ihren Frikadellen, fanden wir sofort den nächsten Lift, einen Direktlift in Richtung Freiburg. Es handelte sich um ein Pärchen mit etwas größerem Altersunterschied. (er ca. 50, sie ca. Ende 20) Aber egal, die beiden waren St.Pauli-Fans, die ebenfalls auf dem Weg nach Freiburg zum Bundesligaspiel des magischen FC waren. 

In den folgenden Tagen werde ich dann wiederum Part III veröffentlichen!

1. Juli 2012

Tramptour Hamburg - Genua Teil I

Na ihr Fögel,
wie in meinem letzten Blogeintrag beschrieben werde ich aufgrund von Klausuren und der stark abnehmenden Action im Sommer in naher Zukunft nicht wirklich aktiv online pokern.
Als Alternativprogramm um euch nicht ganz verhungern zu lassen, hab ich noch eine geile Story von meiner ersten längeren Tramptour im Sommer 2010 nach Genua bei mir auf dem Rechner als Word-Dokument gefunden. Es ist sozusagen ein bisher nicht veröffentlichtes Material und definitiv Wert mal an die Öffentlichkeit zu gelangen.

Also lean back and enjoy!


Tramptour Hamburg – Genova

So, dann mal los! Die ganze Geschichte beginnt eigentlich schon mit der sehr kurzen Planung einen Abend vor dem Tourstart. Jan und ich trafen uns zu einem gemütlichen Sit-In in seiner WG und aßen Baguettes und tranken das ein oder andere Hefeweizen mit seiner neuen Mitbewohnerin, welche zufälligerweise auch, ähnlich wie Jan aus Baden in Süddeutschland stammt. Außerdem wollte ich Jan helfen ein paar Sachen in die neue WG (Jan wohnt nun in der Verlängerung der Herbertstraße :D OHA )  zu fahren, auf Grund dessen parkte ich mein Auto mit eingeschaltetem Warnblinklicht mit einer Achse auf dem Bürgersteig, da ich mir vornahm nach kurzer Zeit die Sachen in eben erwähnte WG zu fahren. Jedoch wurden aus dieser „kurzen Zeit“ leider 2 Stunden und da das Auto direkt vor der Davidwache auf dem Bürgersteig parkte, kamen wir am Auto an und ein hässliches Knöllchen lachte uns mitten ins Gesicht. (BRD  BULLENSTAAT – WIR HABEN DICH ZUM KOTZEN SATT)
Das sollte aber noch nicht alles sein, das eingeschaltete Warnblinklicht schien die Autobatterie dermaßen beeinflusst zu haben, so dass diese nicht mehr gewillt war, das Auto anspringen zu lassen. Nach kurzer, erfolgloser Suche nach einem Starterkabel, fanden sich zwei Männer die mir beim Anschieben des Autos halfen und Jan (ohne Führerschein mit mehreren Weizenbier intus) am Steuer im zweiten Gang anfahrend die Karre direkt vor der Davidwache wieder in Gang brachte. GEIL!
Am Ende des Abends einigten wir uns auf 12h als Abfahrtszeit und Treffpunkt auf Hamburgs bestem Trampspot: Der Autobahnraststätte Stillhorn!

Tag 1:

Wir trafen gegen 12.30h in Stillhorn auf der Raste ein. Obwohl unzählige Autos die Raststätte belagerten, war wieder einmal (FUCK STILLHORN) kein schnelles Fortkommen möglich. Nach ca. einer dreiviertel Stunde nahmen uns dann zwei Mädels, die gerade auf dem Weg in ein verlängertes Wochenende Harzurlaub waren, bis zur Raststätte Allertal mit.
Auch diese Raststätte war sehr hoch frequentiert, doch auch hier dauerte es eine längere Zeit (ca. 20-30 Min.) bis der nächste Lift für uns bereitstand. Wir hatten es diesmal mit Roy zu tun, einem ziemlich schmutzigen, ungepflegten, dickbäuchigen LKW-Fahrer in seinem Privat-PKW, der aus dem Erzgebirge (Sachsen) stammt und gerade fleißig auf den Autobahnbaustellen zwischen Hamburg und Bremen arbeitet. Sein Auto war ziemlich heruntergekommen, weshalb er es auch als „Baustellenhure“ bezeichnete. Die Fahrt verlief reibungslos und wenig aufregend. Man unterhielt sich über Gott und die Welt, jedoch kamen mir im weiteren Verlauf einige Sachen bei näherer Überlegung dann doch etwas komisch vor. Roy erzählte uns, dass er einige Freunde in Hamburg im Chat kennengelernt habe und dass das Internet heutzutage nicht mehr allzu anonym sei, da sich jedermann eine Webcam für nicht einmal 20€ leisten könne. Jedoch setzte uns Roy, der extra einen kleinen Umweg für uns fuhr, an der Raststätte Göttingen ab und bat darum ein Foto mit uns vor seinem Auto für seine Verwandtschaft machen zu dürfen. Diesen Wunsch sprachen wir ihm natürlich nicht ab und so posierten wir absolut tiefenentspannt vor seinem Auto.  Als Abschiedsgruß gab er uns mit auf den Weg, dass wir ihn doch gerne mal im Internet suchen sollten, er hieße „Roylerche“, also wie der Vogel mit e und nicht wie der Baum mit ä…
Wir schenkten dieser Aussage wenig Aufmerksamkeit und ließen es uns trotzdem nicht nehmen, ihn dann zwei Tage später doch mal zu „googlen“.  Voller Verwunderung verwiesen uns die ersten zwei Links auf Google zu der Erotikseite „poppen.de“. Dort konnten wir einige Einträge von Roy ausfindig machen, in welchen er sich stets mit „Lg Roy – Der Schänder mit dem Ständer“ verabschiedete. Das Gelächter war groß , leider konnten wir als nicht registrierte User das Profilbild des Sagenumwobenen Schänders nicht sehen, so registrierten wir uns im Handumdrehen auf poppen.de und kamen kaum noch klar auf unser Leben als wir das Profilbild von unserem „Roy“ sahen, genauso hatten wir ihn am Steuer seiner „Baustellenhure“ gesehen. Des Weiteren besitzt Roy eine geheime Galerie, die jedoch seinen Freunden vorbehalten ist. Da wir bisher noch nicht mit ihm auf poppen.de befreundet sind, blieb uns diese bisher verborgen. Vielleicht findet man sich in der Galerie posend vor seiner „Baustellenhure“ wieder.
Thanks a lot Roy – you made our day! To be continued…


In den nächsten Tagen werde ich dann den zweiten Part des Trips hier veröffentlichen.


Bis dennSen!